Die FISCHER NEUERSCHEINUNGEN 1: “Das Juwel” und “Das Apfelkuchenwunder”

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Die berühmten Fischerverlage haben ein großes Programm…

Und auch um diese Zeit erscheinen wieder einige Bücher…

Deshalb willkommen zum ersten Teil der Fischer Neuerscheinungen!

Diesmal mit dem wunderschönen Juwel und dem Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens… 🙂

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Violet ist eine Surrogat und muss daher getrennt von ihrer Familie lange im Southgate leben, wo sie lernen soll, Gene zu verändern, damit sie später einmal als Leihmutter der Reichen fungieren kann. Diese können selbst keine Kinder mehr kriegen und so wurden die Surrogats erschaffen: Kinder aus armen Gegenden, die unter großen Schmerzen lernen sollen, perfekte Kinder zu formen. Auf einer großen Aktion werden die Surrogats versteigert, unter ihnen auch Violet, die an die Herzogin vom See geht. Nun lebt sie ein Leben im Juwel und an materiellen Dingen fehlt es ihr nicht. Doch sie ist nicht mehr als ein “es”, ein Niemand- nur geschaffen, um den Reichen ein Kind auszutragen.

Das Juwel ist eine wahre Augenweide. Glitzersteine sind auf dem Buch verteilt und formen das Kleid von Violet, dem Surrogat. Kennt ihr Selection? Bestimmt. Die Trilogie hat mir zwar gefallen, doch besonders tief ging sie nicht. Das Juwel hingegen konnte mich nicht nur unterhalten,sondern auch zum Nachdenken bringen!

Am Anfang begleitete ich Protagonistin Violet durch ihre Welt im Southgate und erfuhr nur wenig vom mysteriösen “Juwel”, der Stadt der Reichen. Immer wieder wurde betont, was die Ausgewählten denn für ein Glück haben, dort hinzukommen und den Adeligen zu dienen. Doch was Surrogaten wirklich machen müssen und als was man sie an sieht, das erfährt man erst im Laufe der Geschichte. Sie sind nichts mehr als ein Objekt für die Besitzer. Geschaffen, um Kinder zu gebären- und danach…?!

Diese erschreckende dystopische Welt hat mich gleichermaßen interessiert und starr werden lassen. Interessiert, da ich noch nie von einer ähnlichen Idee gelesen habe und es etwas ganz neues und zudem sehr Interessantes war und starr werden lassen, als ich von der Grausamkeit der Menschen las. Nicht nur einmal lief mir ein Schauer über den Rücken und trotzdem konnte ich mich nicht mehr von der Geschichte loseisen. Amy Ewing hat mir wieder einmal vor Augen geführt, warum Dystopien mein Lieblingsgenre sind. DSC_0083

Neben dem nachdenklichen Teil voller Schmerz und Härte sorgt das Royale für etwas Ruhe. Eigentlich hat das Juwel nur in diesem Punkt etwas mit Selection gemeinsam: Beide spielen in fast königlichen Gemächern voller Intrigen und Lügen. Als Violet sich dann auch noch verliebt, steht alles Kopf… Dass sich zwischen Violet und einem jungen Mann etwas entwickelt, habe ich mir nach der ersten Begegnung mit dem Jungen schon gedacht, trotzdem ging mir diese Liebesgeschichte etwas zu schnell!

Das meiste Geschehen spielte sich dann im Haus der Herzogin ab und war geprägt von Neid, Lügen, und falschen Leben. Eine Wendung nahm das Ganze am Ende, welches in einem gemeinen Cliffhanger kronte. Wo bleibt Band 2 ?? 😀

absch

Das Juwel hat mich sehr überrascht. Viel härter und tiefer als erwartet beschäftigt sich die Geschichte mit einer Welt, in der arme Menschen für die reiche Schicht nur Gebärobjekte sind. Erschreckend wurde die dystopische Welt geschildert und trotz kleiner Kritikpunkte, ständigem Geschehen im Palast und eine sehr schnelle Liebe, ist dieses Buch eine große Empfehlung!

noteFischer // 16,99€ / 448 S.


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Oscar und Meg. Eine große Freundschaft. Eine heimliche Liebe. Große Sehnsucht.

Oscar und Meg kennen sich seit Ewigkeiten und sind beste Freunde. Die Beiden sind unzertrennlich und Meg weiß nicht, wie sie ohne Oscar und seinen wundervollen Apfelkuchen, der glücklich macht, leben soll. Doch als Megs Eltern ihr eröffnen, dass sie ein halbes Jahr an das andere Ende der Welt ziehen wollen, ist es Zeit, Abschied zu nehmen.

Als Meg wieder zurückkommt, ist Oscar verschwunden und wärend alle von seinem Tod ausgehen, verliert Meg nicht die Hoffnung. Kann es sein, dass er noch lebt? Was geschah in Megs Abwesenheit?

Ein wunderbares Buch über das Anders sein, über wahre und falsche Freunschaft und darüber, dass die Rettung manchmal von unerwarteter Seite kommt.”

Ich bin ehrlich. An Das Apfelkuchenwunder bin ich mit nicht großen Erwartungen herangegangen. Der Titel klang verrückt, der Klappentext nach einer netten Geschichte und das Cover lädt zum Wohlfühlen ein. Im Endeffekt bin ich froh, dass ich ganz neutral die Geschichte angefangen habe, denn so wurde ich nur noch mehr überrascht! Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens ist wirklich ein wunderbares Buch und zeigt, was wahre Freunde alles opfern und wie schnell man sich auf falsche Freunde einlassen kann…

Das Buch beginnt, als Meg in Neuseeland erfährt, dass Oscar verschwunden ist. Natürlich muss sie sich sofort aufmachen, ihren besten Freund zu suchen und sie merkt schnell, dass sich in ihrer Abwesenheit einiges verändert hat. Wie konnte es passieren, dass der fröhliche, beliebte Oscar Selbstmord begehen wollte? Was Meg alles über die Vergangenheit erfährt, lässt sie schaudern, doch aufgeben tut sie nie! Ich war von Anfang an sofort in der Geschichte und habe mit Meg gelitten. Gewünscht hätte ich mir, dass der Leser schon früher mehr Informationen bekommt. apfelkuchen

Erzählt wird die Geschichte aus 2 Perspektiven und ich habe beim Lesen selten so ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Während ich Megs positive Art total schätze, habe ich mit ( um) Oscar geweint und der neuen Freundin, die sich in dem halben Jahr in Oscars Leben geschlichen hat, hätte ich am Liebsten mal ordentlich meine Meinung gegeigt! Mit dem Apfelkuchenwunder habe ich gelacht, geweint, gehofft, und mich geärgert.

Trotzdem ist das Buch nicht nur eine Geschichte über Oscar, sondern führt dem Leser auch vor Augen, dass sich alles einmal zurückzahlt, man für seine Freunde kämpfen muss und immer im Hinterkopf behalten sollte, dass man sich nicht herumschubsen lassen sollte.

absch

Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens ist ein wunderbares Buch. Eigentlich sollte es jeder gelesen haben und ich kann mir gut vorstellen, dass so etwas als abwechslungsreiche Schullektüre mehr als geeignet ist. Es ist so einfühlsam, besonders und vermittelt dem Leser trotzdem eine Menge.

nogdFischer // 14,99€ // 256 S.

 

Zwei besondere Bücher sind das! Kennt ihr eine der Geschichten? Was steht auf euren Wunschlisten?

eurelenaa

6 thoughts on “Die FISCHER NEUERSCHEINUNGEN 1: “Das Juwel” und “Das Apfelkuchenwunder”

  1. Liebe Lena,

    schön, dass dir “Das Apfelkuchenwunder” auch so gut gefallen hat. Ich fand es auch richtig traurig, was mit Oscar passiert ist. Diese blöde (mir fällt grad der Name nicht mehr ein) fand ich sooo mies!!

    Viele liebe Grüße
    Nanni

  2. Liebe Lena,
    Das Apfelkuchenwunder hört sich wirklich toll an und wandert gleich mal auf meine (viel zu lange 😉 )Wunschliste. Das Cover erinnert mich irgendwie an Kirschen im Schnee. Kennst du es? Das Cover von Juwel ist wirklich total schön!
    Deine Annika

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