“Eve sieht es anders” || So verändert das Streben nach Gerechtigkeit eine Highschool!

DSC_0126 Was ist Gerechtigkeit?

Wie subjektiv ist diese?

Wie gerecht ist unser Schulsystem?

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Eve wurde bisher immer zu Hause unterrichtet, doch sie will ihr letztes Highschooljahr noch einmal auskosten und so geht sie nun zum ersten Mal an eine öffentliche Schule. Schon nach ein paar Tagen merkt sie, dass das Schulsystem alles verkörpert, was Eve und ihre Mutter als falsch sehen. Das kluge, selbstbewusste Mädchen will etwas an der Ungerechtigkeit ändern und sich nicht mehr unterdrücken lassen und startet eine Revolution in Form eines Blogs. Doch was so harmlos angefangen hat, artet bald mehr und mehr aus!

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“Eve sieht es anders” ist nicht nur toll aufgemacht und auch unter dem Schutzumschlag definitiv ein Blickfang, der Inhalt ist hier mindestens genauso klasse und kann ohne Probleme mit dem Äußeren mithalten. Als ich das erste Mal von Eve hörte, wurde meine Neugier schnell geweckt. Die Geschichte klang alles andere als “0815”. Stattdessen regelrecht revolutionär, besonders und beeindruckend. Zwar hat das Buch nur etwas mehr als 200 Seiten (ist aber recht klein geschrieben), doch diese Seiten sind so fesselnd und brennen sich in den Kopf, sodass “Eve sieht es anders” gar nicht mehr Wörter braucht, um zu beeindrucken.

Anfangs ist das Buch noch recht normal und ruhig, sodass man sich erst in die Geschichte einfinden kann, bevor man konzentriert lesen und sich auf den Inhalt einlassen muss. Der Leser lernt Eve kennen, eine Protagonistin, die aus der Ich-Perspektive schreibt und deren Einstellung beeindruckend ist. Dadurch dass sie bisher nur von ihrer Mutter unterrichtet wurde, ist sie noch nicht “abgestumpft”, sondern fein, hat klare Vorstellungen und merkt gleich, dass die Schulen Schüler regelrecht unterdrücken. Wenn jetzt manch einer bei dem Wort Hausunterricht den Kopf schüttelt, kann ich euch beruhigen, Eve ist alles andere als schlecht, unmotiviert oder mit dem Stoff zurück. Stattdessen gibt es kaum eine Schülerin wie sie in der Klasse und sie äußert gerne ihre Meinung oder diskutiert mit einem Lehrer über den Sinn verschiedener Zitate.

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Das Buch beschäftigt sich mit allerhand aktuellen Themen und diese sind allesamt sehr wichtig für uns. Es geht um Diskriminierung, Cybermobbing, Vorurteile und Sexismus, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Diese wichtigen Themen wurden in eine Geschichte verpackt, die dazu noch unterhaltend ist und bei der es keine Stolpersteine beim Lesen gibt. Da die sympathische Eve die Geschichte erzählt, ist das Buch mit jugendlicher Leichtigkeit geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen.

Während dieser Geschichte lernt man nicht nur das Schulsystem mit anderen Augen kennen, sondern fragt sich auch immer wieder, was überhaupt gerecht und was ungerecht ist. Wie subjektiv ist die Gerechtigkeit? Und wie schnell schlägt Gerechtigkeit in Mobbing um? Anfangs wollte Eve ihre Meinung über einen ungerechten Lehrer auf einem Blog äußern, doch diese Idee wird schneller aufgegriffen, umgewandelt und anders angewandt, als man “Stop” sagen konnte.

Anmerken möchte ich hier noch, dass mir das ganze Buch sehr gefallen hat, doch im Vergleich zu dem extremen, von negativen Dingen geprägten Mittelteil war mir das Ende etwas zu “rosa-rot” und hätte für meinen Geschmack gerne noch etwas klarer sein können. DSC_0123

UntitledAktuell, fesselnd und besonders ist “Eve sieht es anders” und begeisterte mich damit sehr. Wer ebenfalls findet, dass an der Lustlosigkeit der Schüler etwas falsch ist und mit dem gesamten Schulsystem etwas verkehrt läuft, Geschichten mit eindrucksvollen, selbstbewussten Protagonisten mag oder sich gerne mit der Frage nach Gerechtigkeit beschäftigt, wird das Buch sicherlich mögen!

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One thought on ““Eve sieht es anders” || So verändert das Streben nach Gerechtigkeit eine Highschool!

  1. Dann werde ich das Buch wohl mögen 😉 Es klingt aber echt voll interessant und ich muss sagen: Wenn man das Homeschooling durchzieht ist es eine tolle Sache. Ich meine, wenn man es so durchzieht wie Schule – Vormittag Unterricht + Nachmittag frei -, ist es bestimmt effizient. Aber wenn jetzt die Mutter sagt: “Ach, meine Tochter/mein SohN hat kein Bock – machen wir doch den Stoff morgen”, ist es sicher nicht so effizient 😀

    Das ist cool, wie du jetzt immer die Bewertung machst 🙂

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