❄ MEIN WEIHNACHTSBUCHTIPP: “WINTERPFERDE” VON PHILIP KERR ❄

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a5Macht euch bereit…

Auf eine Geschichte voller Freundschaft und Mut…

Voller Verlust und Grausamkeit…

Auf ein Leseerlebnis der besonderen Art!

“Winterpferde” habe ich gestern verschlungen und heute will ich es euch als Empfehlung in der Winterzeit ans Herz legen. Damit eignet es sich natürlich auch perfekt als Weihnachtsgeschenk! Jetzt rede ich aber gar nicht mehr lange, sondern sage “Bühne frei” für dieses einzigartige Werk eines tollen Autors, der mich damals schon mit seiner “Kinder des Dschinn”-Reihe von sich überzeugen konnte.


a6Winterpferde spielt vom Sommer 1941 bis April 1944 in der Ukraine. Der Tierwärter Maxim Borisowitsch (Max) erlebt die Besetzung des Naturreservates Askania-Nowa von den Deutschen angeführt von SS-Hauptmann Grenzmann. Das Besondere an diesem Steppenreservat sind die dort lebenden wilden Przewalski-Pferde. Im Buch erfährt der Leser, dass über 7000 Jahre alte Zeichnungen von diesen Pferden, die der russische Forscher Nikolai Przewalski entdeckt hat, an Höhlenwänden in Frankreich entdeckt wurden. Obwohl die Wildpferde gerade mal eineinhalb Meter groß sind , einen kurzen Hals, kräftige Beine und einen kurzhaarigen, buschigen Schweif haben, werden sie als starke und sehr kluge Tiere beschrieben. Im Wald am Rand der Steppe des Reservates versteckt sich auch das jüdische Mädchen Kalinka, das eine einzigartige Beziehung zu den Wildpferden hat.a7

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Winterpferde hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Der Leser erlebt, dass der hässliche, alte Max sein Herz am richtigen Fleck hat. Und die große, dünne, 14-jährige Kalinka hat so viel Leid erlitten, dass sie nicht einmal weinen kann. Um so schöner sind die warmherzigen Szenen zwischen ihr und Max oder ihr und den Wildpferden, bei denen mir die Tränen kamen.

Mich hat Kalinkas Flucht vor den Deutschen und ihren unfassbaren Gräueltaten gefesselt. Im eisigen Winter legt sie viele gefährliche Kilometer mit dem Leithengst Temüdschin, seiner besten Stute Börte und Max Wolfshund Taras zurück. Genauso besonders ist dabei die differenzierte Sicht des Autors. Trotz Krieg sind nicht alle Deutschen böse. Und auch nicht alle Russen sind gut. Und doch ist der Rassenwahn der Nazis für viele Menschen und auch für die Przewalski-Pferde, die nach dem 2. Weltkrieg fast ausgerottet waren, bedrohlich.

Das Buch hat aber auch viele einzigartige Momente, die den Leser an das Menschliche, an Freundschaft, Mut, Tolerenz und Hoffnung glauben lassen. Bespielsweise erklärt Grenzmann, er habe „nur“ die Entscheidung seiner Vorgesetzten in Berlin, alle Przewalski-Pferde im Reservat zu töten, ausgeführt. Daraufhin antwortet ihm Max:

„Ich glaube, man hat immer eine Wahl. Das ist das, was uns zu Menschen macht….“ (S. 50).

a8Rowohlt Verlag / 16,99€ / 288 Seiten

 


Kennt ihr das Buch bereits?

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6 thoughts on “❄ MEIN WEIHNACHTSBUCHTIPP: “WINTERPFERDE” VON PHILIP KERR ❄

  1. Hallo Lena 🙂

    Von dem Buch hab ich inzwischen schon einiges gelesen. Die Rezi liest sich toll und macht neugierig. Was mir grad aber vielmehr ins Auge gestochen ist, ist deine neue Blog-Deko. Du hast auf weihnachtlich umgestalltet, gefällt mir 🙂

    lass dir liebe Grüße hier

    Sandra von Sandras kreativer Lesezeit

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