WAS OHNE DIE SPRACHE PASSIERT… || BUCHTIPP: “WIE DAS LICHT VON EINEM ERLOSCHENEN STERN”

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Was würdest du tun…

Wenn du nach einem Unfall aufwachst…

Du niemanden mehr richtig verstehst….

Und du nicht mehr sprechen kannst?

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“Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben.

Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.” (Beltz & Gelberg)Untitledb2

Untitled“Wie das Licht von einem erloschenen Stern” beginnt einige Wochen nach Vegas Unfall. So lernte ich Vega erst in ihrem normalen Alltag kennen – wobei normal hier eindeutig das falsche Wort ist! Seit Vegas Unfall leidet das Mädchen an Aphasie. Einer Krankheit, bei der ihr Sprachzentrum im Gehirn beschädigt wurde. Dadurch kann sie nun nur noch schwer sprechen, lesen und schreiben. Auch das Verstehen der Wörter fällt am Anfang schwer. Meist kommt aus ihrem Mund nur ein unverständlicher Wortschwall, dabei hat sie so viel zu sagen! Vorallem, seit sie glaubt, dass ihr Sturz nicht nur ein Unfall war. Vega erinnert sich daran, dass sie geschubst wurde, allerdings nicht daran, wer der Täter war.

Inmitten ihrer ganzen Anstrengung um das Suchen nach Verdächtigen und den Bemühungen, endlich wieder sprechen zu können, wenden sich auch ihre Freunde langsam von ihr ab. Nur noch ihr fester Freund und ihre beste Freundin kommen regelmäßig zu Besuch, dennoch hat Vega auch hier das Gefühl, dass sich etwas zwischen ihnen verändert hat. Unausgesprochene Geheimnisse drängen sich zwischen die Freunde… Doch auch Vegas Familie hat es nicht leicht. Die Bedürfnisse von Vegas Schwester werden seit dem Unfall in den Hintergrund gedrängt, Vegas Mutter versucht, irgendwie mit dem Geschehen fertig zu werden, indem sie darüber schreibt, doch am Schlimmsten hat es Vega, die kurz vor dem Abitur stand, schließlich selbst getroffen.Untitled1

Wie der Sturz passiert ist und wie Vega nach ihrem Aufwachen im Krankenhaus reagiert, als sie bemerkt, dass sie nicht mehr sprechen kann, erfahren wir in Rückblenden an den Anfängen der Kapiteln. Besonders berührt haben mich allerdings die Schilderungen ihres Alltags. Vega ist gefangen in sich selber, sie hat so viel zu sagen, doch kann es nicht. Sie durchlebt Phasen der Wut, Angst, Verzweiflung und dem Schmerz. Letztendlich aber muss sie einen Weg finden, sich mit ihrer Krankheit zu arrangieren.

Über Aphasie hatte ich vorher noch nichts gelesen, umso spannender war für mich allerdings diese Geschichte! Dadurch dass Vega aus der Ich-Perspektive eindringlich erzählt, wie es ihr geht, was sie fühlt und was um sie herum geschieht, konnte ich ihre Gefühle beinahe selbst spüren. Aus einer Krankheit, deren Ablauf ich mir sehr schwer vorstellen konnte, wurde eine authentisch erzählte Geschichte, die aufzeigt, wie verschieden die Aphasie verlaufen kann. Gepaart mit einem poetischen, gefühlvollen Schreibstil und wunderbaren Charakteren und einem Plot, der nicht auf Spannung durch äußere Handlungen setzt, sondern durch die Gedankenwelt der Protagonistin fesselt, hat es dieses Buch geschafft, mich nicht nur zu begeistern, sondern mich regelrecht vom Hocker zu reißen. Danke für diese unheimlich berührende Geschichte, Frau Rodtnes! Untitled

“Wie das Licht von einem erloschenen Stern” ist ein fantastisches Buch, das jeder gelesen haben sollte.

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Beltz & Gelberg / 14,95€ / 243 S.

Danke auch an bloggdeinbuch!eurelenaa

5 thoughts on “WAS OHNE DIE SPRACHE PASSIERT… || BUCHTIPP: “WIE DAS LICHT VON EINEM ERLOSCHENEN STERN”

  1. Hallo Lena!

    Freut mich, dass dir das BUch gefallen hat. Ich selbst fand es ja auch ganz toll und war besonders begeistert, da ich in meinem Studium schon häufiger mit dem Thema in Kontakt gekommen bin. Für mich war es so also nicht das erste Mal, allerdings mein erstes konkretes Beispiel. Denn sich das vorzustellen ohne eine Geschichte wie Vegas zu hören, ist noch schwerer als in einem Roman mit konkretem Beispiel.

    Liebst,
    Jule

  2. Hallo 🙂

    Erst mal muss ich sagen, dass mir dein Blog wirklich sehr gefällt! Die Bilder sind wirklich super und dein Schreibstil ebenfalls. Aber nun zu deinem Review: Die Handlung klingt wirklich sehr interessant und spannend. Ich habe zwar schon einmal von der Krankheit gehört, aber bis jetzt noch nichts konkretes darüber gelesen. Amber wirkt sehr sympathisch, was den Lesefluss bestimmt noch steigert. Ein wirklich tolles Review, das Buch steht eindeutig auf meiner Liste.

    Liebe Grüße
    http://dievorleser.blogspot.de

  3. Hey Lena,
    Das Buch ist toll, genauso wie dein Blog!
    Ich freue mich immer wieder aufs Neue wenn du neue Bücher vorstellst!
    Habe das Buch in der 6. Klasse sogar vorgerstellt, weil ich so begeistert war!
    Toll! Viel Glück noch weiterhinicht!

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