BÜCHER FÜR DIE SOMMERFERIEN|TEIL 2 👅👙👒

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Guten Abend ihr lieben Bücherwürmer 😉 ,

ihr könnt euch heute auf 4 besondere Geschichten freuen…

Alle klangen unheimlich interessant!

Doch waren sie dann tatsächlich so gut?

n5Untitled„Reden ist Silber, Schweigen ist … auch keine Lösung. Denn Worte können zwar unendlich verletzen – aber sie können auch unendlich glücklich machen.

Tess hatte nie das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Als sie eines Nachts am Computer ihres Vaters die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt – nämlich dass er eben nicht ihr Vater ist – weiß sie auch, warum das so ist. Sie ist Pluto, aber ihre Eltern wollten einen Mars. Oder wenigstens eine Venus.

Was soll Tess dazu noch sagen? Ihr fehlen die Worte. Und so schweigt sie. Schweigend sucht sie ihren richtigen Vater. Schweigend unterhält sie sich mit ihrem Plastikgoldfisch, Mister Goldfisch. Schweigend verliert sie ihre beste Freundin und findet einen neuen Seelenverwandten. Und sie gewinnt die allerwichtigste Erkenntnis überhaupt: nämlich, dass Schweigen Macht verleiht – aber Reden noch viel mehr.“ (Fischer)Untitled

„Schweigen ist Goldfisch“ hatte ich schon auf meine Merkliste gesetzt, als vor einiger Zeit die Vorschauen der Fischer Verlage herauskamen, da mich die Thematik der Geschichte wirklich angesprochen hat. Tess findet heraus, dass ihr Vater gar nicht ihr leiblicher Vater ist und fängt daraufhin voller Enttäuschung an zu schweigen. Denn kein Wort der Welt könnte ausdrücken, was sie fühlt. Doch ob das Schweigen wirklich der Schlüssel sein kann?

Die Geschichte spricht einige bedeutende Themen an, von Mobbing, Freundschaft, dem Erwachsenwerden bis hin zur Macht der Sprache. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass man sich auf ein oder zwei Themen konzentriert hätte, denn in „Schweigen ist Goldfisch“ wurden die meisten Probleme nur angeschnitten, sodass ich mir eine tiefere Bearbeitung gewünscht hätte.

Tess ist ein komplizierter Charakter, der mit seinem Facettenreichtum besonders anfangs dafür sorgte, dass ich die Geschichte weiterlesen wollte, doch ich muss auch sagen, dass Tess sehr schwierig einzuschätzen ist. So erzählt sie aus der Ich-Perspektive manchmal in wahrlich poetischer Sprache von ihren Gedanken und Gefühlen – und kurz darauf lassen ihre nicht nachvollziehbaren Handlungen sie wieder wie ein kleines Kind erscheinen.

Die große Schrift und der flüssige Schreibstil ließen mich trotz manch einer zähen Passage durch das Buch rutschen und so hatte ich es schnell ausgelesen.http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

Ich hatte mir viel von „Schweigen ist Goldfisch“ versprochen – und nicht alles Gewünschte bekommen. So blieb Tess zum Beispiel schwer einzuschätzen und die Geschichte schnitt wichtige Themen nur oberflächlich an.Untitled

Fischer Sauerländer // 16,99€// 464 S.


 

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Untitled„Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist …“ (Fischer)Untitled

Zum 400sten Todestag von Shakespeare hat die Autorin Tanya Lieske den „Sommernachtstraum“ in unsere Zeit geholt. Denn nun muss sich die Klasse 9c hinter das berühmte Theaterstück klemmen und befindet sich bald im Liebeschaos wieder.

Auf „Sommernachtstraum“ war ich sehr gespannt und freute mich, als ich das Buch dann endlich in meinen Händen hielt. Ich begann das Buch und schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass Frau Lieske hier die ganze Aufmerksamkeit des Lesers fordert. Es gibt eine Vielzahl von Charakteren, alle ganz unterschiedlich und vor allem mit ihren eigenen Problemen beladen.

Fast jeder der mitwirkt – und das sind so einige! – kommt hier zu Wort. Zu Anfang war ich von den vielen Namen und den dazugehörigen Eigenschaften erschlagen und wusste nicht mehr gleich, wer denn nun wer war. Doch kämpft man sich einmal durch den verwirrenden Anfang, erwartet den Leser hier eine wunderbare Geschichte, die mich wirklich überzeugen konnte.

Immer wieder merkt man, dass die damals angesprochenen Probleme von Shakespeare auch nach 400 Jahren noch aktuell sind. Eine fast poetische Sprache unterstreicht die Thematik, doch besonders unterhaltsam machen das Buch auch die Fußnoten von Shakespeare persönlich… 😉 Denn er gibt seine Kommentare zu der Geschichte ab und unterstreicht damit noch einmal das Geschehen.

Wie schon angesprochen bringen die vielen Charaktere ihre ganz persönlichen Probleme mit in die Geschichte: Alkohol und Familienprobleme sind dabei nur zwei angesprochene Punkte… Doch dadurch dass so viele Personen zu Wort kamen, blieb die Geschichte des Einzelnen für mich leider zu oberflächlich. „Weniger ist mehr“ ist hier wohl das Stichwort…http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

Den „Sommernachstraum“ in unsere Zeit zu holen hat die Autorin geschafft und nach dem schwierigen Einstieg verschlang ich auch die restliche Geschichte mit Freude. Dennoch hätte ihr es meiner Meinung nach gut getan, wenn nicht ganz so viele Charaktere zu Wort gekommen wären.Untitled

Fischer KJB / 14,99,€ / 336 S.


 

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Untitled“Chloe hat eine riesengroße Sammlung Second-Hand Pumps und immer ein paar Lakritzschnüre für den Notfall in ihrer Handtasche. Trotzdem ist sie unglücklich. Von ihren besten Freundinnen gemobbt und zuhause stets verbalen Gefechten ausgesetzt, ist aus der immer fröhlichen Chloe plötzlich eine echte „Außenseiterin“ geworden. Und weil der Ärger, wenn er kommt, dicke kommt, wurde sie von ihrer Lehrerin auch noch dazu verdonnert, sich für das kränkelnde Schulradio einzusetzen. Das wird gleich von einem ganzen Haufen freakiger „Außenseiter“ gemacht – und nicht mal die wollen Chloe zu Beginn bei sich haben. Außer einer … Duncan.
Dank des brummigen Jungen mit den schönen Augen, lässt Chloe sich auf die Sache ein – und es wird ihr Leben verändern. Aber nicht nur ihres …” (Fischer)

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„Heartbeats“ klang in meinen Ohren nach einer wunderschönen Sommergeschichte und kam wie gerufen. Tatsächlich merkt man die spritzige Art und den Humor der Geschichte schnell.

Chloe war immer das Nesthäkchen und kennt es eigentlich nur, von allen umsorgt und gemocht zu werden. Doch mit ihrer lauten Art und dem ständigen Rededrang stößt sie nicht überall auf Begeisterung und nachdem sie ihre Freundinnen einmal enttäuscht hat, beginnen diese, sie zu meiden. Doch nicht nur das! Plötzlich kursieren fiese Gerüchte über Chloe in der Schule und ehe sie sich versehen kann, ist sie schon zu einem Außenseiter geworden. Noch dazu wird sie von einer Lehrerin dazu gedrängt, das Schulradio auf Vordermann zu bringen und so verbringt sie ihre Zeit nun mit den Leuten, die sie früher belächelt hat. Schnell findet Chloe Gefallen an dem Radiosender und will ihn mit ihrer ganzen Energie aufpeppen. Doch auch Duncan, ein Junge, der ebenfalls beim Radio mithilft, hat es ihr mit seiner ruhigen Art und geheimnisvollen Aura angetan. Und so wird Chloes Sommer ganz anders als die Bisherigen und sie sammelt neue Erfahrungen…

Wie der große Teil der Geschichte ist auch der Schreibstil locker-flockig und leicht zu lesen. Auch wenn Chloe mit ihrer aufdringlichen Art sicher nicht jedem gefällt, wurde sie für mich im Laufe der Geschichte doch immer interessanter und ihre positive Art steckte beim Lesen an.

Nicht nur wegen Duncan und seinen persönlichen Geheimnissen kriegt die Geschichte dann auch noch mehr Tiefgang, auch durch das präsente Thema Mobbing bleibt das Buch nicht nur unbekümmert, sondern hat auch einen ernsthaften Touch. Besonders ans Herz gegangen sind mir auch die Szenen mit Chloes kranker Großmutter; Chloes Fürsorglichkeit, Besorgnis, aber auch ihr Frust waren in jeder Zeile spürbar.http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

„Heartbeats“ ist eine wunderbare Sommergeschichte, die das Leserherz mit seinem Humor und seiner Leichtigkeit erfreut.Untitled

Fischer FJB // 18,99€ // 400 S.


 

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Untitled“Es ist das Jahr 1993. Bill Clinton wird Präsident der USA und Nirvana veröffentlichen ihr drittes Album »In Utero«. In diesem Jahr zieht Maggie mit ihrer Familie von Chicago nach Bray, einen verschlafenen Ort an der irischen Küste. Sie muss viel zurücklassen, besonders aber vermisst sie ihren chaotischen Onkel Kevin: nur zehn Jahre älter, seines Zeichens Rockmusiker und größter lebender Nirvana-Fan.

Aller Anfang ist schwer. Immerhin ist da Eoin, der Maggie mit seinem unergründlichen Lächeln ziemlich durcheinanderbringt. Doch während die beiden sich näherkommen, erreicht Maggie eine furchtbare Nachricht: Onkel Kevin ist gestorben! Alles, was Maggie von ihm bleibt: Zwei Tickets für ein Nirvana-Konzert in Rom. Und ein Brief, in dem er Maggie auffordert, sich unbedingt auf den Weg zu machen und dabei den Jungen mitzunehmen, den sie liebt. Und Maggie? Setzt sich über alle Verbote hinweg und wagt den Trip nach Rom. Zusammen mit Eoin …”(One)

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Ich weiß nicht ob es die Erwähnung der Musik war, die mich neugierig machte, das wunderschöne Cover oder einfach der Gedanke, sich in das Jahr 1993 zu träumen. Doch irgendetwas an dem Buch faszinierte mich, weshalb ich schon bald auf der Terrasse saß und mich „Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm“ widmete.

Die Geschichte beginnt damit, dass Maggie auf einem Jahrmarkt zusammen mit ihrer Schwester auf ihre Mutter wartet, die gerade wieder geheiratet hat und in den Flitterwochen ist. Genervt von den unzähligen Liebschaften ihrer Mutter ist Maggie ganz und gar nicht begeistert, nun mit ihrer Familie nach Bray ziehen zu müssen – einem kleinen Örtchen an der irischen Küste. Vor allem aber will sie ihren musikliebenden Onkel Kevin nicht in Chicago zurücklassen.

Lange lernt man als Leser Maggie, ihre Familie und das Dörfchen näher kennen, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und die Spannungskurve erstmals einen Ausschlag macht.

Die Autorin schafft es wunderbar, den Leser in das Jahr 1993 reisen zu lassen und mit ihrem einfachen Schreibstil baut sie dem Leser keine Stolpersteine beim Verschlingen ihres Werkes. Doch obwohl sich die Autorin hier schwierigen Themen gewidmet hat – Selbstmord, Mutter, die ihr Vergnügen mit Männern an erste Stelle setzt … -, kam bei mir leider keine Tiefe an.

Stattdessen blieben auch die Charaktere alle recht blass und wirklich mitfühlen konnte ich mit niemandem. Das Buch hatte wirklich Potenzial dem Leser unter die Haut zu gehen, doch ich blieb während dem Lesen immer nur ein Zuschauer und wurde nicht in die Geschichte gezogen. Es fehlte an Spannung, an besonderen Szenen, an Charakteren, die man nicht mehr vergessen kann – kurz gesagt an dem „Gewissen Etwas“!http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

„Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm“ war nicht schlecht, doch wirklich packen konnte mich die Geschichte auch nicht. Dazu hätte ich mir mehr Spannung und Tiefgang gewünscht.Untitled

One // 16,00€ // 300 S.

 


Welche von den 4 Büchern kennt ihr bereits? 🙂eurelenaa

2 thoughts on “BÜCHER FÜR DIE SOMMERFERIEN|TEIL 2 👅👙👒

  1. Hallo Lena,
    erstmal: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu 500 Abonnenten!
    Die hast du dir auf jeden Fall verdient:D

    Toller Post. Wie gut, dass ich mir bis jetzt noch nicht “Schweigen ist Goldfisch” zugelegt habe. Mich nervt es nämlich auch immer, wenn Autoren solch wichtige Themen nur “halb anreißen” und sich im Buch nicht intensiver damit auseinander setzen. Somit verliert das Buch – meiner Meinung nach – sehr schnell und sehr oft an Autorität und die Geschichte wirkt unglaubwürdig:/

    Liebe Grüße
    Maria♥
    iamsherbloged.blogspot.de

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