BÜCHER, DIE MICH ZWIEGESPALTEN ZURÜCK LASSEN |”PERFEKT IST JETZT” UND “DEAR NOBODY”!

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Huhu ihr lieben Bücherwürmer,

eigentlich hatte ich gedacht, dass “Dear nobody” eine bewegende Geschichte ist und “Perfekt ist jetzt” Spannung, Liebe, Drama und eine Nachricht an den Leser bringt…

Doch letztendlich ist alles anders gekommen… 😉

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dtv // 8,95€ // 256 S.

Untitled“Helen und Chris sind frisch verliebt. Sie stehen kurz vor ihrem Schulabschluss und haben ambitionierte Zukunftspläne. Da entdeckt Helen, dass sie schwanger ist. Beide versuchen diese Tatsache zunächst zu verdrängen. Sie fühlen sich dem nicht gewachsen – und von ihren Familien alleingelassen. Trotzdem steht Helens Entschluss bald fest: Sie will das Baby bekommen. Aber sie braucht auch Zeit, um zu verstehen, was das für sie und Chris bedeutet.” (dtv)Untitled

Bücher über Jugendschwangerschaften sind mit Sicherheit immer schwierig, haben mich allerdings schon oft überzeugen können, sodass ich mich auch an “Dear nobody” gewagt habe. Mein Exemplar ist die Neuauflage des erstmals 1991 erschienenen Romans.

Im Buch selbst erfährt der Leser sowohl aus der Sicht von Chris, als auch von Helen, was gerade in dem Leben der beiden geschieht. Und dann sind natürlich auch die Briefe von Helen an ihren “Nobody”, ihr ungeborenes Kind, abgedruckt. In diesen Briefen wird die Wandlung ihres Denkens besonders deutlich, denn während sie anfangs überhaupt nicht akzeptieren kann, was passiert ist, entschließt sie sich später sogar trotz großem Widerstand in ihrer Familie dazu, das Kind zu behalten.

Der Schreibstil steht im Gegensatz zu der Thematik und ist sehr einfach. Die kurzen Sätze und die leichte Sprache ließen sich zwar einfach lesen, doch konnten für mich nicht das Gefühl und die Tiefe vermitteln, wie es mit einem anderen Schreibstil vielleicht möglich gewesen wäre. Vielleicht lag es auch an der Bescheidenheit des Schreibstils, aber auch die Charaktere und ihr Denken haben auf mich einfältig gewirkt. Weder zu Chris, noch zu Helen konnte ich eine Bindung aufbauen und auch das Umdenken Helens kam mir zu plötzlich. http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

“Dear nobody” war nicht mein Buch, denn trotz manch gutem Ansatz blieb die Geschichte mir alles in allem zu oberflächlich. Untitled


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dtv // 9,95€ // 368 S.

Untitled“Erwachsen werden – wozu?
 

Wo Sutter auftaucht, herrscht super Stimmung. Er ist beliebt bei Jungs und Mädchen, macht aus allem das Beste, lebt voll und ganz im Hier und Jetzt.

Bisher ist er damit ganz gut gefahren. Auch mit dem Whiskey, mit dem er regelmäßig seine Limo verdünnt – beziehungsweise umgekehrt. Bis er eines Morgens in einem fremden Vorgarten aufwacht – ohne Auto, ohne Erinnerung, dafür mit einem Mädchen, das sich über ihn beugt. Das Mädchen ist so ganz anders als alle Freundinnen, die Sutter je hatte: unscheinbar, Typ Streberin. Sie braucht dringend Hilfe, findet Sutter – und übernimmt den Job mal schnell selbst …” (dtv)Untitled

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Ich gebe zu, dass Shailene Woodley und Miles Teller in der Verfilmung die Hauptrollen besetzen, köderte mich gleich. Doch hatte ich damals schon einige begeisterte Stimmen von der alten Hardcover-Ausgabe von “Perfekt ist jetzt” gehört, sodass ich die Chance genutzt und das Buch dann in der neuen Ausgabe gelesen habe. Und ich muss sagen, die Geschichte lässt mich zwiegespalten zurück. Es ist schon etwas Zeit verstrichen, seit ich mich “Perfekt ist jetzt” gewidmet hatte und trotzdem lässt mich das Buch nicht los.

Sutter ist ein schwieriger Protagonist und es war sicherlich nicht die einfachste Wahl, ihn als Hauptcharakter zu wählen. Ich persönlich empfand ihn als einen der unsympathischsten Charaktere, deren Geschichte ich je gelesen hatte, aber genau dadurch funktioniert diese Handlung.

Sutter sieht sich selbst als Held, er reißt gerne einen Witz nach dem anderen und fühlt sich dann wohl, wenn alle Blicke auf ihn gerichtet sind. Immerwieder schafft er es geschickt, sich in den Mittelpunkt zu stellen und wenn er einen guten Tag hat, dann ist er freundlich und großzügig. Doch auch an den guten Tagen greift er schon morgens zu der Flasche und ist spätestens am Nachmittag betrunken. Aber er hat sein Trinkverhalten vollkommen im Griff – denkt er zumindest. Und findet dabei eine Begründung nach der anderen, warum er eindeutig kein Alkoholiker ist. Schnell merkt man als Leser, dass sein Trinkverhalten schon längst vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist.

Im Laufe der Geschichte war ich gleichermaßen traurig über die Entwicklung und hätte Sutter gerne einmal einen kalten Eimer Wasser über den Kopf geschüttet. Er selbst ist für sein Leben verantwortlich, doch dass er auch Aimee mit in sein Alkoholproblem und seine verkorkste Welt zieht, das tat mir wirklich leid. Denn leider ist Aimee so hilflos und unsicher, dass sie sich nur allzu gerne von Sutter leiten lässt.

Das Ende ist zwar für den mitfühlenden Leser nicht wirklich willkommen, aber absolut realistisch und es passt zu Sutter, denn nichts anderes hätte ich von ihm nach den vielen vorherigen Seiten erwartet. Nur frage ich mich jetzt: Was will mir der Autor damit sagen? Eine Message an den Leser zu senden wäre bei einem solchen Buch doch umso wichtiger… http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg“Perfekt ist jetzt” lässt mich trotz – oder gerade wegen? – dem unsympathischen Protagonisten und dem ungewöhnlichem Handlungsverlauf immer noch grübelnd zurück. Gewünscht hätte ich mir aber eine klare Message, denn gerade bei so einem Thema finde ich es sehr wichtig, eine Nachricht zu senden und nicht nur das Schöngeredete zu bringen. Untitled


Kennt ihr die Bücher bereits? 😉 eurelenaa

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