SOMMERGESCHICHTEN UND WARUM SIE NICHT IMMER BEGEISTERN | “MUSEUM OF HEARTBREAK” & “MEIN LEBEN VOLLER FRAGEZEICHEN”!

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Hey ihr lieben Bücherwürmer,

heute stelle ich euch 2 Sommergeschichten vor…

Beide habe ich in Erwartung an eine unterhaltsame Geschichte gelesen…

Doch wie waren sie tatsächlich?!

 

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Cbj Verlag // 320 S. // 16,99€ Untitled

„Eine Gebrauchsanleitung in Sachen Liebe sollte wirklich endlich mal jemand schreiben!, findet die 17-jährige Penelope, als sie mit Karacho in ihre erste große Liebesgeschichte reinrauscht und, ohne über Los zu gehen, erst wieder an der Abfahrt »Herzensleid« zum Stehen kommt. Darauf bereitet einen wirklich keiner vor, weder Eltern noch Lehrer noch sonst wer von den angeblich so Erwachsenen. Genau betrachtet haben die nämlich auch kein Patentrezept in Sachen Liebe parat. Also beschließt Penelope, selbst dieses Buch zu schreiben, die Geschichte ihrer großen Liebe und deren Scheitern, entlang an all den kleinen Erinnerungsstücken, die sich durch Penelopes Liebesleben ziehen: vom ersten Händchenhalten im Kindergarten über den ersten kumpelig-peinlichen Kuss mit 11, bis hin zum ultimativen Date mit Mr Right.“ (cbt)UntitledDSC_0906

Als ich „Museum of Heartbreak“ entdeckte, haben mich gleich das wundervolle Cover und danach der Gedanke an eine ebenso wundervolle Liebesgeschichte angezogen, sodass ich mich sehr auf das Lesen des Buches gefreut habe.

Penelope, die Protagonistin, erzählt dem Leser schon auf den ersten Seiten von ihrem gebrochenen Herzen und macht sich dann selbst an das Schreiben von „Museum of Heartbreak“, dem Ratgeber für alle, die ein gebrochenes Herz haben. Und so berichtet sie von der ersten Begegnung mit ihrem Schwarm und den tollpatschigen Annäherungsversuchen, bis hin zum Streit und den ersten Tränen.

Zwar ist die Geschichte sehr vorhersehbar und mir war schon nach den ersten Kapiteln klar, in welche Richtung die Geschichte verlaufen wird, doch das hat dem Charme keinen Abbruch getan. So sprüht die Geschichte voller Gefühl und Wärme.

Gleichermaßen aber lebt die Handlung auch von der Naivität Penelopes, die statt ihren 16/17 Jahren manchmal wie 13 auf mich gewirkt hat. Zusehen zu müssen, wie sie sich langsam aber sicher alles verdirbt, war wirklich nicht schön, insbesondere deshalb, weil für den Leser sofort klar wird, wer hier der Richtige und wer der Falsche ist. Über Penelope habe ich deshalb mehr als mir lieb war den Kopf geschüttelt.

Die sonst auch recht klischeebeladene Geschichte lässt sich allerdings sehr leicht und flüssig weglesen, was besonders für die jüngeren Buchbegeisterten sicherlich angenehm sein wird. Auf den letzten Seiten macht das Buch dann eine 180° Wendung, die ich wieder unverständlich fand. (SPOILER) Denn auf den letzten Seiten ändert Penelope ganz plötzlich ihre Meinung und verliebt sich in einen anderen, obwohl sie die ganze Geschichte über so krampfhaft an ihrem „Mr.Right“ festgehalten hat, blind für Meinungen Anderer. (SPOILER ENDE)http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

Zusammengefasst war „Museum of Heartbreak“ eine kurzweilige Unterhaltung, die durchaus Spaß beim Lesen gemacht hat, deren Protagonistin mich mit ihrer Naivität aber manchmal mehr als gestört hat. Außerdem wirkte der plötzliche Sinneswandel auf den letzten 20 Seiten für mich nicht sonderlich glaubwürdig.

👍 recht spannende Handlung voller Gefühl

👍 fesselnder Schreibstil

👎  Unglaubwürdiger Sinneswandel auf den letzten Seiten

👎 Sehr naive Protagonistin

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Boje Verlag // 349 S. // 12,99€ Untitled

„So kann es nicht weitergehen! Das beschließt die 15-jährige Brooklyn, nachdem sie durch ihre letzte vermasselte Aktion auf dem Polizeirevier gelandet ist. Sie ist einfach nicht in der Lage, vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Die Lösung? Ein Blog, auf dem ihre Leser für sie entscheiden. Und zwar alles: Von der Wahl der Klamotten über die Lektüre für den Englischkurs bis zu „Wer ist der Richtige für mich? Ob das wirklich gut geht?“ (Boje)Untitled

 

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Als ich entdeckt habe, dass die „Eine Woche voller Montage“-Autorin noch ein 2. Buch veröffentlicht hat, musste ich „Mein Leben voller Fragezeichen“ lesen. Denn genauso neugierig gemacht hat mich auch die Inhaltsangabe mit Erwähnung eines Blogs, wo ich zugegeben schnell hellhörig werde. Mit Erwartungen an eine unterhaltsame Geschichte startete ich also mit dem Buch…

Der Einstieg fiel mir leicht und durch den leichten, flüssigen Schreibstil flogen die ersten Seiten nur so dahin. Brooklyn ist wohl das, was wir als Tollpatsch bezeichnen. Schon als kleines Kind wurde sie bei einem Missgeschick in der Stadt berühmt, als sie in einen Schacht fiel und bei der Rettungsaktion die halbe Welt mitgefiebert hat – so jedenfalls fühlte es sich für Brooklyn an. Doch nachdem die 15-jährige auf der Polizeistation gelandet ist, ist für sie klar, dass es so nicht weitergehen kann. Sie erstellt sich einen Blog und lässt ihre Leser alle Entscheidungen treffen. Und wenn ich alle schreibe, meine ich ALLE. Von einem Treffen mit ihrer Liebe, zu ihren Freizeitaktivitäten, aber auch ganz banalen Dingen.

Diese Blogbeiträge sind ebenfalls abgedruckt und in einer anderen Schrift geschrieben. Die Abstimmungsergebnisse werden in Balkenform dargestellt. Durch die verschiedenen Darstellungen wird die Geschichte aufgelockert, das Buch bietet in dieser Hinsicht wirklich viel Unterhaltung.

Doch während der restlichen Geschichte hätte ich mir deutlich mehr Spannung gewünscht. Nach dem Anfang nahm meine Lust, das Buch weiterzulesen, deutlich ab und die Geschichte fing an sich zu ziehen.

Brooklyns Humor traf definitiv nicht meinen Geschmack und dass sie so bereitwillig und ohne nachzudenken ihre privatesten Geheimnisse und Fragen auf einem Blog teilt und damit dem ganzen Internet bereitstellt, war für mich schwer nachzuvollziehen. Auch dass sie so einfach den Entscheidungen ihrer Leser folgt, ist für mich schwer begreiflich. An den Stellen, wo sich ihr gesunder Menschenverstand hätte einschalten müssen, kam nichts!

Man kann schon erahnen, dass ich und „Mein Herz und andere Fragezeichen“ nicht die besten Freunde werden. Dafür war mir Brooklyn mit ihrem einfältigen Denken zu unsympathisch und die Handlung abgesehen von einem interessanten Anfang und einem noch recht spannenden Ende zu eintönig.http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

👍 Spannender Anfang

👍 Abwechslungsreiche Gestaltung

👎  Unsympathische Protagonistin mit schwer nachzuvollziehbaren Handlungen

👎 eintöniger Mittelteil

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Haben euch die Bücher besser gefallen? 🙂eurelenaa

 

8 thoughts on “SOMMERGESCHICHTEN UND WARUM SIE NICHT IMMER BEGEISTERN | “MUSEUM OF HEARTBREAK” & “MEIN LEBEN VOLLER FRAGEZEICHEN”!

  1. Huhu meine liebe Lena,

    danke für deine 2 Rezis! <3
    Mir sind einige Sommerbücher auch einfach zu flach und nun werde ich wahrscheinlich eher doch nicht zu "Museum of Heartbreak" greifen, obwohl es echt süß aussieht.

    Und ich muss es einfach nochmal sagen: Deine Frisur ist so wunderschön! 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    deine Hannah
    <3

  2. Schade, dass dir Brooklyn’s Geschichte nicht so gefallen hat, hatte sie auch schon im Auge. Scheint wohl doch eher nichts zu sein… Die Idee ist aber echt gut, hätte man was draus machen können!

  3. Huhu Lena,
    ich habe von beiden Büchern zuvor noch nicht viel gehört. Schade, dass sie dich beide nicht voll überzeugen konnten.
    Sind die kleinen Däumchen im Fazit neu oder habe ich sie bislang immer irgendwie nicht so wahrgenommen? Finde ich auf jedenfall richtig cool. So hat man einen schnellen Überblick was gefällt und was nicht so gelungen war :o)

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

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