“GODDESS OF POISON” – EINE BERÜHRUNG UND DU BIST TOT!

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Wer sie anschaut, zittert…

Wer sie berührt, stirbt!

Bloomoon Verlag // 352 S. // 17,99€

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“Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt – außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?” (Verlag)Untitled

“Goddess of Poison” klang nach einer tollen Geschichte und auch das Cover hatte mich von Anfang an fasziniert. Also schnappte ich mir kurzer Hand das Buch und begann zu lesen.

Die Idee der Geschichte ist klasse: Twylla wurde als Kind von der Königin ins Schloss geholt, die ihr erklärt hat, dass sie die “Gottgleiche Daunen” ist, die Verkörperung eines Gottes. Deshalb muss sie nun jeden Monat ein Gift trinken, durch welches jeder, der sie berührt, stirbt. Zwar wird ihr der Prinz versprochen und Twylla fehlt es an wenig, doch letztendlich ist sie nur das Schwert in der Hand der Königin, die Twylla befiehlt, regelmäßig die Verbrecher des Landes durch ihre Berührung hinzurichten. Wenn Twylla in einen Raum kommt, erstarrt die Menge – vor Furcht! Twylla führt ein einsames, isoliertes Leben, bis ihr neuer Wächter auftaucht, durch welchen sie beginnt, ihr Leben zu hinterfragen.

Der Anfang der Geschichte hat mich schnell mitgerissen, immerhin brannte ich vor Neugier und wollte unbedingt wissen, was hinter dem Gift steckt. Schnell machte ich mir ein Bild der ausgearbeiteten Fantasywelt mit ihren eigenen Traditionen und Legenden. Als Leser merkt man schnell, dass am Königshof nicht alles mit rechten Dingen zu geht, doch es dauert noch, bis Twylla auf erste Hinweise stößt.

Twylla kam mir besonders anfangs als blasser, naiver Charakter vor, die zwar nicht mehr aussieht wie das kleine, schüchterne Mädchen von damals, gedanklich aber so geblieben ist, immerhin wurde sie von der Königin über Jahre “weggesperrt” und hat nur gelernt, ihren Anweisungen zu folgen. So habe ich als Leser mehrere Male gestutzt: Während mir längst klar war, dass da etwas gewaltig schief läuft, hatte sich Twylla mit ihrem Schicksal abgefunden und folgte nur den Befehlen der Königin. Es dauert, bis sie das erste Mal beschließt, über ihre Situation richtig nachzudenken, über den Tellerrand ihrer kleinen Welt blickt und noch länger, bis sie merkt, dass sie eigentlich in einem goldenen Käfig sitzt.

Außerdem hat mich die Vorhersehbarkeit und die vielen Klischees in der Geschichte gestört. Da ist die böse Königin, die nur ihre Ziele im Auge hat, der neue Wächter, durch den die Protagonistin lernt, alles anders zu sehen und die Hauptcharakterin selber, die vom naiven Mädchen zur selbstbewussten Frau heranwächst.

Zwischen einigen langatmigeren Szenen in der Mitte des Buches gab es aber immer wieder Lichtblicke, besonders in Form des Prinzen Merek, den ich lange nicht einschätzen konnte und der deswegen umso interessanter für mich war. Gefallen hat mir ebenfalls die unheilvolle Atmosphäre, die sich über die Geschichte spannt und beim Leser stets ein Ziehen im Bauch auslöst.

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Bei “Goddess of Poison” gab es zwar einige Punkte, die mich nicht ganz überzeugen konnten, dennoch hatte ich im Großen und Ganzen viel Spaß beim Lesen, bin nun sehr auf Band 2 gespannt und hoffe, dass das große Potential der Geschichte dort richtig ausgeschöpft wird.

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eurelenaa

3 thoughts on ““GODDESS OF POISON” – EINE BERÜHRUNG UND DU BIST TOT!

  1. Hey Lena,

    bereits gesagt und trotzdem: GENIALES BILD!!!!! ♥♥♥
    Schade, dass dich die Geschichte nicht ganz so überzeugen konnte ^^ Mich hat ja vorallem verblüfft, dass hinter Twyllas Gabe letztendlich gar nichts steckt…

    LG, Mary <3

  2. Huhu Lena,

    “Goddess of Poison” wollte ich bereits lesen, bevor es überhaupt angekündigt wurde, dass dieses Buch ins Deutsche übersetzt wird. Die Rezensionen zur englischen Version, waren immer so positiv (oder vielleicht habe ich auch nur die Positiven erwischt). *lach* Und dann kam die deutsche Übersetzung und so wirklich komplett überzeugte Leser von dem Buch, habe ich noch nicht angetroffen. Es ist wirklich Schade, dass es dich auch nicht komplett überzeugen konnte. Deine Kritikpunkte klingen aber sehr, sehr nachvollziehbar! Übrigens finde ich dein Foto total super! Hätte mich allein deine Meinung zu diesem Buch nicht schon so sehr interessiert, hätte ich spätestens nach einem Blick auf dieses Foto schon richtig neugierig hier hineingeklickt. =)))

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

  3. Hallo Lena,
    ich muss Mary Recht geben: Du machst immer so geniale Bilder! Großes Lob!
    Das Cover des Buches ist wirklich traumhaft schön. Auch klingt die Geschichte sehr interessant. Schade, dass es nicht vollends zu überzeugen wusste. Besonders die langatmigen Szenen würden mich auch sehr stören.

    Sehr schöne Rezension.

    Liebe Grüße Tanja

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