VON 23 MINUTEN, DIE ÜBER LEBEN UND TOD ENTSCHEIDEN UND GEFÄHRLICHEN IMPLANTATEN! | “NIE MEHR ZURÜCK” & “BLUE SCREEN”

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Hey ihr lieben Bücherwürmer,

stellt euch vor, dass ihr in die Vergangenheit springen könntet…

Allerdings habt ihr nur 23 Minuten Zeit, um dort etwas zu verändern!

Oder wolltet ihr schon immer einmal wissen, wie es in Los Angeles im Jahre 2050 aussehen könnte?

Dann habe ich  heute 2 passende Bücher für euch! 😉

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Ivi Verlag // 208 S. // 12,99€

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“Zoe ist anders als alle anderen. Sie hat die besondere Fähigkeit, die Zeit zurückdrehen und dadurch das Geschehene verändern zu können. Als sie bei einem Bankraub miterleben muss, dass ein Mann erschossen wird – ausgerechnet der gut aussehende junge Mann, der ihr nur wenige Minuten zuvor in einer schwierigen Situation beigestanden hat – entschließt sie sich dazu, ihn zu retten. Doch ihre Gabe kommt nicht ohne Einschränkungen. Zoe kann nur 23 Minuten in der Zeit zurückspringen, und oft verschlimmert sich die Situation durch ihr Eingreifen. Zoes Entschluss könnte in einer Katastrophe enden. Und er bringt sie in große Gefahr. Denn er lenkt die Aufmerksamkeit des Bankräubers auf sie …” (Ivi)Untitled

„Nie mehr zurück“ hatte zweifellos eine spannende Idee: Zoe springt in der Zeit! Allerdings hat sie nur 23 Minuten, bis sie wieder in die Gegenwart reist und sie kann ein Geschehen auch nur 10x wiederholen lassen. Diese Gabe bringt sie zum Einsatz, als sie Zeugin eines Banküberfalls wird. Mit allen Mitteln will sie das Sterben unschuldiger Menschen verhindern, doch das stellt sich als sehr schwierig heraus. Was steckt hinter dem Überfall? Wird Zoe einen Verbündeten finden?

Da ich immer für Zeitreisegeschichten zu haben bin, begann ich freudig mit dem Lesen und es dauerte nicht lange, da war ich schon in der Mitte des Buches angelangt. Kein Wunder, hat die Geschichte doch nur rund 200 Seiten. Doch genau das war meiner Meinung nach das Problem. Nicht die Länge an sich, sondern der dadurch fehlende Tiefgang. Die vielen Zeitreisen wurden für meinen Geschmack viel zu oberflächlich abgehandelt und auch über Zoe hätte ich gerne noch mehr erfahren. So blieb sie für mich zwar eine recht sympathische Protagonistin, doch bewegen konnte sie mich nicht.

Als Thriller würde ich das Buch auch nicht betiteln, denn dafür fehlten der Geschichte einfach der Nervenkitzel, die Spannung und das Fesselnde. „Nie mehr zurück“ war vielmehr eine unterhaltsame, kurzweilige Geschichte, die nicht mehr als eine Häppchen für mich war. Und während es im Mittelteil einige Durchhänger gab, konnte mich das Ende doch noch einmal mitreißen.

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Eine kurzweiliger Zeitreiseroman, der durchaus unterhalten konnte, mich doch leider nicht so mitreißen konnte, wie ich es erhofft hatte.

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Piper Verlag // 368 S. // 12,99€

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“Nach den Bestsellern um den Serienkiller John Cleaver führt Dan Wells in eine Zukunft, die erschreckend schnell Realität werden kann: Los Angeles im Jahr 2050 ist eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst – solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Für die Menschen ist das wie Sauerstoff zum Leben – auch für die junge Marisa. Sie wohnt im Stadtteil Mirador, doch ihre wirkliche Welt ist das Netz. Und sie findet heraus, dass darin ein dunkler Feind lauert. Als sie an die virtuelle Droge Bluescreen gerät, die Jugendlichen einen sicheren Rausch verspricht, stößt Marisa auf eine Verschwörung, die größer ist, als sie je ahnen könnte …” (Piper)Untitled

Nachdem mich Dan Wells bereits mit seiner „Partials“-Trilogie begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf sein neues Werk: „Blue Screen“. Diesmal verschlägt es uns in eine Welt, in der Protagonistin Marisa nicht direkt mit dem Weltuntergang zu tun hat, sondern die Tücken der ausgeklügelten Welt der Technik im Jahre 2050 kennenlernt.

Das Szenario ist sicher nicht mehr neu: Den Menschen in der Zukunft werden hier Implantate in den Kopf gesetzt, durch welche man 24/7 online ist. Ein Miteinander, wie wir es heute kennen, gibt es schon längst nicht mehr. Nur die wenigsten Menschen leben abgeschottet ohne Implantate, von den Anderen geächtet und nicht verstanden.

Ich gebe zu, der Einstieg fiel mir nicht ganz so einfach. Der Leser verfolgt erst über einige Seiten Marisas Alltag und die zahlreichen Computerspiele, die sie mit ihren Freunden spielt. Doch sobald die Droge das erste Mal ins Spiel kam, zog das Tempo und die Spannung schlagartig an und endlich geschah das, worauf ich so am Anfang gehofft hatte: Ich habe die Seiten verschlungen und wollte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Wer zu „Blue Screen“ greift, sollte sich nicht vor neuen Technologien und Wissenschaften scheuen. Das Buch ist gespickt von technischen Begriffen und zu Beginn lässt sich die Geschichte unteranderem deswegen nicht ganz so leicht lesen, doch je weiter man kommt, desto besser fügen sich die Begriffe in die Geschichte ein und machen das Ganze nun um einiges anschaulicher.

Das Buch hat einiges an Gesprächswert und bietet viel zum Überlegen und Nachdenken, vor allem was unseren Umgang mit der Technik betrifft. Dan Wells hat mit „Blue Screen“ keine Welt aus Schwarz und Weiß geschaffen, sondern vielmehr ein durchmischtes Grau, was sich auch an den Charakteren bemerkbar machte. Es gab nicht die typischen Bösewichte und die strahlenden Helden. Jeder hatte sowohl aufrichtige, als auch dunklere Seiten.

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Ein mitreißender Thriller, dem es an Aktualität und Spannung nicht mangelte.

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eurelenaa

2 thoughts on “VON 23 MINUTEN, DIE ÜBER LEBEN UND TOD ENTSCHEIDEN UND GEFÄHRLICHEN IMPLANTATEN! | “NIE MEHR ZURÜCK” & “BLUE SCREEN”

  1. Huhu Lena,
    ach wie schade, dass Nie mehr zurück dich nicht völlig von sich zu überzeugen wusste. Das Buch liegt noch auf meinem SuB. Eine ähnliche Kritik dazu habe ich auch schon auf einem anderen Blog gelesen.

    Blue Screen hingegen fand ich auch richtig genial. Ich freue mich, dass dir die Geschichte nach dem etwas schwierigem Einstieg dann auch so sehr gefallen hat :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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