WANN IST EIN BUCH GUT? | DAS EXPERIMENT TEIL 1!

Hallo ihr lieben Bücherwürmer,

Wann ist ein für mich ‘gut’?

Und was braucht ein Buch, damit es auch Monate später in meinem Kopf bleibt?

Heute gibt es meine Checkliste zu Frage 1!

Ich lese so viele Bücher und unbewusst bewerte ich sie immer nach vielen Kriterien. Doch was ist es eigentlich wirklich, was mich an einem Buch begeistert?

Um die Frage beantworten zu können, was gute Bücher brauchen, damit ich mich auch später an sie erinnere, beschäftige ich mich erst einmal mit der Frage, wann ein Buch denn für mich ‘gut’ ist. Dafür habe ich einige Punkte zusammengefasst:

Die Handlung

 

Am Anfang einer jeden Geschichte steht der Plot. Und wenn der spannend und außergewöhnlich ist, hat man  schnell meine Aufmerksamkeit. Ich bin offen für viel, doch jede Handlung sollte etwas haben, was mich interessiert. Ein Konflikt, der rote Faden und ein gut konzipiertes Ende sind für mich wichtig, wie auch, dass nichts aus der Luft gegriffen oder zu konstruiert wirkt. Betonen möchte ich besonders den roten Faden, denn wenn ich das Gefühl habe, dass sich die Geschichte gerade verrennt und total abschweift, kann das ziemlich anstrengend und verwirrend werden.

 

Der Schreibstil

 

Der Schreibstil ist eine der essentiellsten Sachen bei einer Geschichte. Schon oft habe ich erlebt, dass Bücher zwar einen interessanten Plot und spannende Charaktere hatten, das Buch aber so langweilig oder oberflächlich geschrieben wurde, dass ich mich regelrecht dadurch quälen musste. In erster Linie sollte die Geschichte flüssig und mitreißend geschrieben sein, sodass keine Stolpersteine beim Lesen gelegt wurden und ein Fluss entsteht, durch den man das Buch gar nicht mehr zu Seite legen will. Dann freut es mich besonders, wenn der Stil heraussticht: Sei es durch viele Metaphern oder eine besondere Liebe zum Detail…

Die Charaktere

 

Was ist ein gutes Buch ohne spannende Charaktere? Die gängigsten Liebhaber sind natürlich die, die uns besonders sympathisch sind, mit denen wir uns identifizieren können und mitfühlen. Dafür braucht ein Charakter eine Hintergrundgeschichte, ihm wird vom Autor Leben eingehaucht, ein komplexer Charakter, meist mit einem besonderen Schicksal, ist die halbe Miete. Doch was wären die Geschichten ohne Antagonisten? Auch diese können dem Buch einen ganz neuen Touch geben und sind manchmal sogar spannender, als die eigentlichen Protagonisten!

Die Welt

 

Insbesondere bei Fantasybüchern ein wichtiger Bestandteil: Die ausgedachte Welt. Denn auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Büchern: Wenn ein Autor sich eine komplett neue Welt ausdenkt, wünsche ich mir Detailreichtum und viele Bilder in meinem Kopf. Hogwarts zum Beispiel wurde für wahnsinnig viele Leser zu etwas Lebendigem.

Die Originalität

 

Mir ist klar, dass man das Rad nicht neu erfinden kann, aber ein bisschen Originalität ist mir sehr wichtig. Anderenfalls wird die Geschichte oft um einiges vorhersehbarer, was der Spannung Abbruch tut. Das beste Beispiel ist für mich das Genre “New-Adult”, denn die meisten Bücher sind hier nach dem gleichen Schema geschrieben und ein Klischee folgt dem Nächsten. Und dann gibt es auch in diesem Genre die ein, zwei Bücher, die herausstechen.

Die Überraschung

 

Spannende Wendungen oder überraschende Offenbarungen lassen mich noch einmal richtig an den Seiten kleben. Dabei muss nicht offenbart werden, dass der Charakter eigentlich dem Königshaus angehört oder übernatürliche Fähigkeiten hat, manchmal sind es schon die kleinen Dinge, die den größten “Aha-Effekt” haben.

Die Spannung

 

Mir ist es wichtig, dass meine Bücher spannend sind. Dabei erwarte ich von einem Thriller natürlich etwas anderes als von einer Liebesgeschichte, aber in jedem Buch suche ich das Fesselnde. Dabei kann “spannend” sowohl eine Verfolgungsjagd, als auch die bloße Entwicklung eines Charakters sein.

Die Atmosphäre

 

Ob knisternd, unheimlich oder romantisch, bei einem guten Buch liegen die Emotionen in der Luft und man spürt sie beim Lesen.

Die Emotionen

 

Bei einem richtig guten Buch fühle ich in irgendeiner Weise mit, die Emotionen kommen ans Tageslicht. Dabei ist es in erster Linie unwichtig, ob ich herzhaft lache, traurig Tränen verdrücke, dem Protagonisten alles Glück der Welt wünsche oder mich über den Antagonisten wutentbrannt aufrege. Wenn das Buch mich berührt, ist das tatsächlich schon die halbe Miete. Denn am schlimmsten ist es für mich tatsächlich, wenn mir eine Geschichte glatt egal ist.

Das “Gewisse Etwas”

 

Etwas, was schwer zu definieren ist, hier aber unbedingt mit rein muss. Zwischen mir und dem Buch muss es irgendwie stimmen und ein Buch muss das “Gewisse Etwas” haben, damit es mir im Kopf bleibt.

Nach dem Lesen

 

Bei einem richtig guten Buch ist es nicht damit getan, die letzte Seite gelesen zu haben. Es gibt Geschichten, die klingen nach und bleiben noch für einige Tage im Hinterkopf, die lassen einen nicht los, vielleicht weil sie so traurig, so emotional, oder vielleicht auch einfach so schön waren.


Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Ostersonntag!

Was ist euch bei einem guten Buch besonders wichtig?

Und was ist bei euch vielleicht ganz anders als bei meiner Checkliste?

eurelenaa

3 thoughts on “WANN IST EIN BUCH GUT? | DAS EXPERIMENT TEIL 1!

  1. Sehr schöner Post! Kann dir in allen Punkten nur zustimmen und auch gar nicht viel hinzufügen 🙂
    Aber ich gebe dir besonders in dem Punkt recht, dass im New Adult Bereich alle Bücher sehr sehr sehr ähnlich sind, was die Punkte Handlung und Charakterzüge angeht, da wird sich ja echt immer an allen Klischees bedient 😀 Aber ich les es trotzdem gerne 🙂

    Was bei mir immer eine riesen Rolle spielt, um zu sagen “das ist ein echt geiles Buch” und es vielleicht auch Lieblingsbuch zu nennen, ist, dass es mir nicht aus den Gedanken geht. Ich lese so viel, durch die Rezensionen ist mir die Handlung zu vielen Büchern noch relativ im Kopf geblieben. Aber nur bei wenigen Büchern kann ich wirklich ausführlich darüber reden und meine Meinung auch noch so richtig wiedergeben und begründen, warum ich was gut fand. Häufig muss ich meinen Freunden bei Buchempfehlungen nämlich nur sagen “Ich weiß gar nicht mehr worum es ging, aber ich fand das Buch ganz toll” 😀 Wenn der Inhalt dann noch präsent ist, ist das Buch wirklich hammer 😀

    Liebst, Lara.

  2. Huhu!

    Ein schöner Beitrag, den ich eigentlich nur unterschreiben kann!

    Der Schreibstil ist mir auch sehr wichtig, ich habe ein besonders Faible für ungewöhnliche oder lyrische Schreibstile.

    Inzwischen habe ich auch eine echte Vorliebe für Charaktere entwickelt, die nicht einfach nur gut oder böse sind. Richtig schwierige, zwiespältige Charaktere sind mir oft die liebsten! Obwohl ich dann immer noch irgendwie mit ihnen mitfühlen können muss.

    Ich kann es auch nicht leiden, wenn so viele Bücher eines Genres alle dem gleichen Schema folgen. Das hat mir zum Beispiel Romantasy sehr verleidet, denn da laufen wirklich viele immer wieder exakt gleich ab.

    Ja, genau, es gibt unterschiedliche Arten von Spannung! Es gibt sogar Bücher, in denen eigentlich gar nicht viel passiert, die aber dennoch auf ihre eigene Art spannend sind, weil die Atmosphäre so fesselnd ist oder die Charaktere so interessant. 🙂

    Stimmt, ein Buch, dass man nach drei Tagen schon wieder vergessen hat, fand man dann wohl doch nicht wirklich so gut…

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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