“Liebe und der erste Blick” & “Forever again – Wie oft du auch gehst” | Konnten sie überzeugen?

Hey ihr lieben Bücherwürmer,

heute stelle ich euch zwei Geschichten vor…

Die sich zwar um die Liebe drehen…

Aber durchaus besonders sind!

Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch // 320 S. // 9,99€

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“An seinem ersten Tag in der neuen Schule fasst der blinde, sechzehnjährige Will Porter einem Mädchen aus Versehen an die Brüste und setzt sich in der Kantine bei jemandem auf den Schoß. Von da an kann es nur bergauf gehen, oder?
Während Will sich langsam eingewöhnt, verliebt er sich in die bezaubernde stille Cecily. Dann bietet sich ihm eine unvorhergesehene Möglichkeit: eine neuartige Operation, die es Will zum ersten Mal in seinem Leben ermöglichen könnte zu sehen. Doch das ist viel schwieriger als Will es sich jemals ausmalen konnte, und er lernt bald, dass diese sehende Welt ihm Geheimnisse vorenthalten hat. Es stellt sich heraus, dass Cecily nicht den traditionellen Vorstellungen von Schönheit entspricht – tatsächlich war alles, was er über ihr Aussehen gehört hatte, eine Lüge. Seine sogenannten Freunde haben sie sich ausgedacht, um die beiden zusammenzubringen. Ist es überhaupt entscheidend, wie Cecily aussieht? Eigentlich nicht. Aber warum fühlt sich Will dann so betrogen?” (Verlag)

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„Liebe und der erste Blick“ klang nach einem Jugendbuch mit unheimlich viel Potenzial. Keine Überraschung also, dass ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte ging.

Tatsächlich hatte das Buch auch viel Vermögen. Alleine die Geschichte aus der Sicht eines Blinden zu lesen, war spannend und interessant. Will hat eigentlich kein Problem mit seiner Blindheit, vielmehr sind die Reaktionen der umstehenden Menschen anstrengend. Aus Wills Schilderung erkannte man viele Menschentypen aus dem eigenen Alltag. Manche hilfsbereit, manche komplett ignorant, aber fast alle mit fehlendem Fingerspitzengefühl.

Besonders interessant an der Geschichte war ja die Frage, ob sich Will dazu entscheiden soll, die Chance zu ergreifen, eventuell wieder sehen zu können. Die Risiken sind groß und hinter allem steht die Frage, ob das Leben mit der vollen Sehfähigkeit für ihn wirklich besser ist. Wichtig ist in der Geschichte auch das Aufmerksam machen auf unsere oft oberflächliche Gesellschaft und die Erkenntnis, dass es doch wichtigere Dinge als das Aussehen gibt und dass Individualität auch positiv bewertet werden kann.

Ihr seht also, „Liebe und der erste Blick“ hatte viele interessante Themen. Da fand ich es persönlich sehr schade, wie sich die Geschichte oft nur in Richtung “lockere Unterhaltungsgeschichte für Jugendliche“ bewegt hat.

Will wirkte teilweise sehr erwachsen, stellenweise dann plötzlich aber sehr pubertär und auch insgesamt hätte ich mir noch mehr Tiefe in der Geschichte gewünscht und die Liebesdramen in den Hintergrund gestellt.http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

Ein Jugendbuch mit sehr viel Potenzial und interessanten Fragen, das mir stellenweise zu oberflächlich/locker blieb.Untitled


Loewe // 384 S. // 18,95€

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“Vor 16 Jahren sind Kate und Matthew Galloway spurlos verschwunden. Ihre Tochter Clove will endlich wissen, was damals mit ihren Eltern passiert ist. Doch wo beginnt man eine Suche, wenn die Spuren über Jahrhunderte verstreut sind? Und wer waren Kate und Matthew wirklich? Es liegt an Clove allein, das Rätsel um ihre Eltern zu lösen – und dabei ihre  eigene große Liebe zu finden …” (Verlag)http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled4-1024x262.jpg

Die Idee des ersten Bandes fand ich total spannend: Man begleitet das Paar Kate und Matthew, die in allen Jahrhunderten leben und sich immer wieder neu verlieben. Am Ende des ersten Bandes blieben allerdings viele Fragen offen, von welchen ich nun hoffte, dass sie im zweiten Band aufgeklärt werden.

Während wir in Band 1  aus dem Jahre 2035 lasen, geht es nun im Jahre 2051 weiter. Kate und Matthew haben eine Tochter hinterlassen, die nun wissen will, was mit ihren Eltern geschehen ist.

Wir erleben im zweiten und finalen Band nun also eine ganz neue Generation an Charakteren, die größtenteils sehr spannend und abwechslungsreich gestaltet waren.

Band 2 habe ich noch einmal als deutlich spannender als den 1. Teil wahrgenommen. Außerdem war der rote Faden, den ich im Vorgänger teilweise vermisst habe, hier klarer erkennbar. So hatte ich bis zum Ende wirklich Spaß mit der Geschichte und war durchaus gefesselt.http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

Der zweite und finale Band der “Forever-Again” Reihe punktet mit Spannung und einem klarer erkennbarem roten Faden. Ein bisschen mehr Intensität hätte ich mir dennoch gewünscht.

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eurelenaa

One thought on ““Liebe und der erste Blick” & “Forever again – Wie oft du auch gehst” | Konnten sie überzeugen?

  1. Hallo Lena,
    ah, wie schön, dass du Liebe und der letzte Blick jetzt auch gelesen hast :o) Ich freue mich, dass dir die Geschichte von Will so gut gefallen hat. Etwas schade finde ich, dass deine Erwartungen auch ein wenig hinter der Geschichte zurück geblieben sind. Ich empfand es schon so, dass die Geschichte in die Tiefe gegangen ist. Mich würde auch sehr interessieren,wie du den Anfang empfunden hast. Ich muss ja sagen, dass ich eine Menge Spaß mit Will hatte. Er hatte ja einen ganz eigenen Humor. Mir gefiel auch, wie er dem Leser und seinem Umfeld gezeigt hat, dass er eigentlich gar kein Mitleid benötigt.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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