VIEL ERWARTET…UND VIEL BEKOMMEN?! “IRON FLOWERS” & “ARTEMIS”

Hey ihr lieben Bücherwürmer,

endlich melde ich mich mal wieder!

Dieses Mal mit zwei Fantay bzw. Science Fiction-Büchern…

Die hoch angepriesen wurden… 😉

Fischer Sauerländer // 384 S. // 16,99€

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“Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.” (Verlag)http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled4-1024x262.jpg

Iron Flowers klingt wie eine Mischung aus Selection, Panem und einigen anderen berühmten Jugendbüchern. Ich wollte der Geschichte allerdings eine Chance geben, wurde sie mir doch von vielen Seiten empfohlen.

Schnell merkte ich, dass das Buch doch viel Potenzial mit sich bringt. Wir begleiten zwei verschiedene Schwestern, von deren Erfahrungen wir abwechselnd lesen, in einer Welt, in der Frauen so gut wie keine Rechte haben. So zählt auch das Lesen für Frauen zu den verbotenen Dingen.

Serina und Nomi sind zwei komplett verschiedene Charaktere. Während Serina anfangs sehr naiv und oberflächlich ist, ist ihre Schwester stark, wild und entschlossen, sich nicht dem einfachen Frauenbild zu fügen. Über die Seiten tauschen die Schwestern langsam ihre Charaktereigenschaften, für Nomi natürlich sehr schade, gewinnt sie doch immer mehr an Naivität hinzu.

Während mir in Nomis Situation das letzte Fünkchen Spannung gefehlt hat, wirkte Serinas Aufenthaltsort – auf Grund von Spoilergefahren bleibe ich bei dieser kryptischen Umschreibung – schon fast überzogen.

Die Welt hatte so unheimlich viel Potenzial geboten, doch leider hat die Autorin hier einiges verschenkt. Nach meinen Geschmack hätte sie noch deutlicher tiefer in die Beschreibung des Settings eintauchen können, um ein authentischeres Weltbild entstehen zu lassen.http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

Zweifellos eine Geschichte mit sehr viel Potenzial und einem spannenden Thema, der es teilweise an Feinschliff fehlte.

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Heyne // 15,00€ // 432 S.Untitled

“Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer. Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht, als das Schicksal von Artemis selbst.” (Verlag)http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled4-1024x262.jpg

Artemis ist die neue Geschichte des Bestsellerautors Andy Weir, der den berühmten Marsianer zu Papier gebracht hat. Den hatte ich zwar nicht gelesen, dafür aber den Film geschaut – und ich war begeistert! Genauso große Erwartungen habe ich in Artemis gesetzt.

Und auch wenn ich schon vorab sagen kann, dass das Buch nicht so perfekt war wie der Marsianer, Andy Weir entpuppt sich langsam aber sicher zu einem großen Favoriten von mir.

Das liegt besonders an seinen unglaublichen Ideen und seiner genauen Beschreibung, die die Stadt auf dem Mond so richtig lebendig werden ließ. Man merkt einfach, wie viel Zeit der Autor in eine plausible und logische Konstruktion des Weltbildes investiert hat, wobei ihm seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse sicher behilflich waren.

Artemis ist dabei wieder mit viel technischem Hintergrundwissen geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Andy Weir hat sein Potenzial im Aufbau des Settings wieder einmal gezeigt, wobei alleine die Tatsache, dass der Alltag auf dem Mond beleuchtet wird, spannend ist.

Vergleichsweise braucht Artemis deutlich länger, um sich zu entwickeln. Bis wirklich Spannung aufkommt, dauert es seine Zeit, dann aber lohnt sich das Lesen!http://lenaliest.de/wp-content/uploads/2015/09/Untitled5-1024x262.jpg

Insgesamt hatte ich nicht nur einmal das Gefühl, dass man die Hektik des Autors beim Schreiben etwas gemerkt hat, weswegen Artemis nicht so vollkommen ausgefeilt ist wie der Marsianer, doch trotzdem zeigte der Autor auch hier, warum man ihm Beachtung schenken sollte.

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eurelenaa

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