GEDANKEN NACH DEM SOMMER

Von einzigartigen Erfahrungen…

Und dem alltäglichen Sein…

Die Temperaturen sind weiterhin konstant oben, die Sonne scheint, doch die Sommerferien sind vorbei. Mittlerweile ist schon wieder die erste Schulwoche zu Ende und man hat sich wieder in der Schule akklimatisiert. Oder? Überraschend durfte ich die letzten beiden Wochen in den Sommerferien noch zur deutschen Schülerakademie nach Papenburg fahren und dort zwölf fantastische Tage verbringen. Ich habe nicht nur ein extrem interessantes Kursthema gehabt, sondern wunderbare Menschen kennengelernt und eine einmalige Atmosphäre erlebt. So viel Motivation auf einem Fleck, so viele Menschen, die so verschieden sind und trotzdem alle akzeptieren.

Mit jedem konnte man ohne Probleme ein Gespräch anfangen, abends saß man in einem Vortrag über ein Thema, mit dem man sonst wohl nie konfrontiert geworden wäre. Wir alle schwebten in einer Luftblase voller Euphorie, doch viel zu schnell brach das Ende der Akademie an. Zwar konnte ich dann endlich einmal ausschlafen(am Schluss der Akademie war mein Kaffeekonsum so hoch wie noch nie…), doch da bei mir direkt danach die Schule begann und alle Erinnerungen so noch ganz frisch waren, fiel bzw. fällt es mir nicht einfach, wieder in den normalen Rhythmus zurückzukommen. In Papenburg habe ich das erste Mal erlebt, wie motiviert, offen und beeindruckend so viele Menschen auf einem Fleck sein können.


Zurück in der Schule wirkte alles farblos, abgestumpft, eine Luft gefüllt mit Monotonie und dem Gefühl von Zwang. Wir lernen Sachen, die wir vermutlich nie wieder brauchen, sind umgeben von Lehrern, die sich an ihren Lehrplan klammern, sitzen die Zeit in der Schule ab. Mir fehlen das Tempo, die Motivation und – vor allem- die Leute. Ich war immer jemand, der die Schule gemocht hat und Angst vor der Vorstellung hatte, irgendwann Abitur zu machen und dann vor einem neuen Lebensabschnitt zu stehen. Mittlerweile freue ich mich trotz allem Respekt sehr auf das Studium und glaube, mit Jura „mein“ Gebiet gefunden zu haben.

Gleichzeitig merke ich, wie ich mich mit früheren engen Freunden auseinanderlebe, wie sehr sich unsere Geschmäcker mittlerweile unterscheiden und wie schwer es doch fällt, sich einzugestehen, dass es nicht mehr so ist wie früher. Es ist normal, dass sich Freundschaften auseinanderleben, doch das macht es nicht leichter. Wegen alle dem bin ich wirklich dankbar, Freunde gefunden zu haben, bei denen ich aufgehen kann und nicht nur meinen Musikgeschmack voll ausleben kann. 😛

Mit einem Blick in die Zukunft werde ich in zwei Wochen wohl wieder voll in das Schulgeschehen gefunden und mich an den Rhythmus angepasst haben.
Trotzdem werde ich den Sommer 2018 wohl nie vergessen. Danke an alle, die an der Akademie beteiligt waren! ∞

For some reason I can’t explain
Once you go there was never, never a honest word
And that was when I ruled the world -viva la vida

eurelenaa

2 thoughts on “GEDANKEN NACH DEM SOMMER

  1. Hallöchen Lena,

    vielen Dank für diese Gedanken =).
    Vieles davon kommt mir sehr bekannt vor. Im Leben kommt man immer mal wieder genau an solche Punkte. Ich denke das ist auch gut so, weil es einen gewissen Reifeprozess in Gang setzt. Wer möchte schon immer auf der Stelle treten?
    Allerdings fällt es mir immer sehr schwer mit einzugestehen, dass manche Freundschaften irgendwann einfach nicht mehr so gut passen.

    Viel Erfolg weiterhin =)

    LG
    Anja

  2. Hey Lena, ich kann dich absolut verstehen mit deiner Freude über die Zeit bei der Deutschen Schülerakademie (Glückwunsch übrigens, dass du genommen wurdest!). Mir ging es beim BodenseeCamp letzte Woche nicht anders! Allgemein sprichst du mir mit deinem Post mal wieder aus der Seele.

    Liebe Grüße und einen guten Fortlauf des Schuljahrs!
    Mila

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.