Rezension: Matthew Dicks: Der beste Freund, den man sich denken kann

Ein imaginärer Freund…
Erzählt von seinem…
Ganz und gar nicht langweiligem Leben!

Budo ist der imaginäre Freund von Max und das ist kein leichter Job! Denn Max ist anders als normale Kinder in seinem Alter. Er mag es nicht, wenn man ihn berührt,wenn er reden muss oder wenn ihm jemand in die Augen guckt und so wird der Schultag jedes Mal wieder eine Herausforderung. Doch zum Glück gibt es Budo, Max besten Freund- der nebenbei nicht echt ist. Budo hilft Max im Alltag und ist trotzdem ruhig und lässt ihn in Ruhe. Das schlimmste für Budo wäre, wenn Max nicht mehr an ihn glaubt, denn dann würde er verschwinden… Doch bis dahin genießt er das Leben in vollen Zügen! Bis etwas schreckliches passiert…

Budo ist, nett, hilfsbereit und nicht real. Er sieht so aus und verhält sich so, wie Max ihn sich vorgestellt hat. Der kleine Max ist ein autistischer Junge und hat einige Probleme. Seine Mutter zum Beispiel darf ihn erst küssen, wenn er eingeschlafen ist. Nur Budo akzeptiert ihn wie er ist und zwischen ihm und Max ist eine ganz besondere Bindung.

Zu Beginn ist der außergewöhnliche Schreibstil mehr als gewöhnungsbedürftig. Budo erzählt die Geschichte aus seiner Sicht, er ist 6 oder 7 Jahre alt und denkt sehr einfach. Die Sätze sind kurz und Budo schweift oft vom Thema ab, zu diesem Zeitpunkt war das Buch für mich zwar interessant, aber wirklich gefesselt hat es mich nicht.

Doch kurz vor der Hälfte, nachdem die ersten Andeutungen auf “das Schreckliche Ereignis” auftauchten, nahm die Geschichte Fahrt auf, ich fieberte mit Budo und den anderen mit und das Buch wurde spannend bis zum Ende.

Nun wurden auch die Charaktere netter und ich habe sie lieber gewonnen als am Anfang, jedem habe ich gewünscht, dass sich seine Träume und Hoffnungen noch erfüllen.

Wenn man sich an dem kindlichen und stockenden Schreibstil nicht aufhängt, ist die Geschichte durchaus spannend und z.B. das Thema “Autismus”, was in dem Buch aufgegriffen wird, hat mich sehr interessiert und es ist interessant darüber zu lesen.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut ) bis 3 ( befriedigend)

Titel: Der beste Freund, den man sich denken kann
Verlag: Berlin Taschenbuch
Seitenzahl:448
 ISBN-13:978-3-8333-0965-6

Preis: 9,99€

Rezension: Sonja Kaiblinger: Rosen und Seifenblasen-Verliebt in Serie 1

Was machst du…
Wenn du dich plötzlich…
In einer kitschigen Soap befindest?

Abby ist 14 Jahre alt und total genervt, seit ihre Schwester und nun auch ihre Mutter regelmäßig viele Stunden damit verbringen, die Seifenoper “Ashworth Park” zu schauen. “Ashworth Park” beschreibt das Leben einer englischen Adelsfamilie, die, wie Abby und ihre Freundin es beschrieben, einfach nur versnobt sind. Doch dann, eines Tages, beginnt Abby sich aufzulösen und dann in der Welt von Asworth zu landen. Nun spielt sie in der kitschigen Seifenoper mit und muss sich mit Lügen, Intrigen und alten Geheimnissen auseinandersetzen… Und die ganz unterschiedlichen Charaktere von Asworth machen das Leben von Abby nicht leichter.
Doch das Verschwinden von Abby beginnt Tag um Tag aufs Neue!

“Ashworth Park” ist eine waschechte “Daily Soap” mit Intrigen, Lügen, Gezicke und vielen Geheimnissen, wie Abby bald selber herausfinden muss. Von einer Sekunde zur Anderen befindet sie sich plötzlich in Ashwort Park, jeden Tag aufs Neue verschwindet sie, bleibt während der Sendung dort und taucht danach wieder auf- und ihre Schwester ist vollkommen perplex, da sie Abby gerade eben noch in der Sendung gesehen hat.

“Rosen und Seifenblasen” ist eine unglaublich lustige und witzige Geschichte mit Charakteren, die verschiedener nicht hätten sein können, die eine ist zickig, die andere sehr hilfsbereit, wieder einer ist süß und charmant und der andere sehr versnobt.

Abby ist eine intelligente, freche und pfiffige Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist. Mit ihren direkten Aussagen mischt sie Ashworth mehrmals ganz schön auf. Neben ihr hat mir besonders das schwarze Schaf der Adelsfamilie, Jasper, gefallen, der wohl am normalsten gewirkt hat und nicht umsonst den Titel “schwarzes Schaf” trägt.

Über die weiteren Charaktere hätte ich gerne noch erfahren, sie blieben mir ein bisschen zu blass.

Die Sprecherin des Hörbuchs war sehr passend, ihr konnte man gut zuhören und sie hat meine Vorstellung von Abby genau getroffen.
Und nach dem Ende der Geschichte fiebere ich nun gespannt Teil 2 entgegen!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut) 2 ( gut )

Titel: Rosen und Seifenblasen-Verliebt in Serie 1
Verlag: Silberfisch
Minutenzahl:252 Minuten
 ISBN-13:978-3-86742-719-7

Preis: 16,99€

Rezension: Roope Lipasti: Ausflug mit Urne

Mit einer Urne in der Tasche…
Machen sich zwei Brüder…
Auf eine Reise…

Teemu und Janne sind Brüder und total verschieden. Schon lange haben sie sich nicht mehr gesehen, beide sind nun um die 40 Jahre alt und haben ihr eigenes Leben, doch als ihr Stiefgroßvater Jalmari stirbt, beschließen die beiden, vor der Testamentsverkündung im ostfinnischen Imatra noch einige Orte aufzusuchen, an denen Jalmari früher einmal gelebt hat. Und das sind viele, um die 50x ist der Stiefgroßvater schon umgezogen. Auf der Reise erleben die beiden Brüder viele Überraschungen und treffen auf völlig verschiedene Menschen. Und nicht zu letzt lernen Teemu und Janne sich auf der Fahrt noch einmal ganz neu kennen, erzählen sich Dinge, die der andere nie gewusst hatte und merken, dass Familie trotz allem sehr wichtig ist..

Teemu und Janne sind zwar Brüder, doch komplett verschieden. Teemu ist der ordentliche Geschäftsmann, der keine Überraschungen mag. Janne ist das Gegenteil, aufgeweckt, lebensfroh, chaotisch und doch charmant.

Nachdem die Mutter der beiden gestorben ist, haben die Brüder sich aus den Augen verloren und lange nichts mehr miteinander zu tun gehabt. Bis der 2. Mann ihrer Oma stirbt und sie sich mit der Urne, in der die Asche des Stiefgroßvaters Jalmaris ist, auf den Weg zur Testamentsverkündung machen. Teemu und Janne erhoffen sich viel Geld, immerhin waren Jalmaris Taschen immer voll davon und engstehendere Verwandten gibt es doch nicht, oder?

Die Geschichte wird aus der Sicht von Teemu, dem älteren Bruder erzählt, stellenweise in der Gegenwart und stellenweise in der Vergangenheit, sodass man praktisch 2 Geschichten liest.

“Ausflug mit Urne” ist ein besonderes Buch über zwei Brüder, die zwar die gleichen Eltern haben, aber doch komplett verschieden sind. Die Geschichte ist fast durchgängig spannend und das Ende ist überraschend.

An manchen Stellen habe ich den roten Faden der Geschichte nicht mehr gefunden, immer wieder ist der Autor vom Weg abgekommen, was mich doch gestört hat.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut )

Titel: Ausflug mit Urne
Verlag: Blessing
Seitenzahl:320
 ISBN-13:978-3-89667-528-6

Preis: 19,99€

Rezension: Susan Waggoner: Liebe bis ans Ende der Welt

Wie sieht es in der Zukunft aus?
Was hat sich verändert?
Und sind die Veränderungen positiv oder negativ?
Die Reise von Liza geht weiter….

 Die Rezension zu Band 1 gibt es hier: KLICK

Liza bekommt endlich die Erlaubnis, mit ihrer großen Liebe David in seine Zeit zu fliegen. Es geht nach Neu-Erde, in das Jahr 3738. Doch das Leben in der Zukunft steckt voller Schwierigkeiten, wie Liza schon bald feststellen muss. Das Problem ist nicht nur, dass Davids Familie sich nicht mit Liza anfreunden will, sondern auch, dass die Welt komplett anders ist- als Beispiel hier das Essen…

Doch mit Hilfe ihrer Fähigkeiten merkt Liza schon bald, dass mit Davids Bruder Paul so einiges komisch ist. Doch die Computer, die in der Zukunft sehr viel übernehmen, zeigen keine Probleme an…
Was ist mit Paul wirklich los?
Und kann es auch zu viel Technik geben?

Um mit David in die Zukunft reisen zu können, muss Liza viel aufgeben. Ihre Familie beispielsweise darf sie nie wieder sehen, doch Liza schreckt dies nicht ab und nach einigen Schwierigkeiten kommt sie auf Neu-Erde an.

Die Beschreibungen und vielen Ideen der Neu-Erde haben mich von Anfang an fasziniert. Die Welt hat sich stark verändert, doch alle Veränderungen waren gut erklärt und ich könnte mir gut vorstellen, dass unsere Welt zu diesem Zeitpunkt einmal auch so aussehen wird.

Wie weit die Technik fortgeschritten ist, hat mich auch beeindruckt. Als Beispiel die Computer, die vielleicht doch zu große und wichtige Aufgaben in der neuen Welt übernehmen…

Die Geschichte von Liza und David konnte ich gut und flüssig lesen.
Gewünscht hätte ich mir, dass zwischen Liza und David mehr passiert- und wenn etwas passiert, dass es nicht ganz so kalt ist.

Auch die Spannung blieb stellenweise auf der Strecke, doch wenn man diese Teile überbrückt hat, kann man sich wieder auf eine interessante Geschichte freuen.

Alles in einem hat mir das Buch sogar noch ein kleines Stückchen besser gefallen, als Teil 1. Dass die Liebesgeschichte ein bisschen auf der Strecke blieb und die Spannung an manchen Stellen zu wünschen übrig ließ, hätte man zwar verbessern können, aber dafür sind die Beschreibungen der neuen Welt unglaublich faszinierend.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut )

Titel: Liebe bis ans Ende der Welt
Verlag: Bloomoon
Seitenzahl:208
 ISBN-13: 978-3-8458-0371-5

Preis: 10,99€

Rezension: Nina Blazon: Lillesang- Das Geheimnis der dunklen Nixe

Ein altes Haus am Strand…
Düstere Geheimnisse…
Und ein Meer, welches voller (dunklen) Überraschungen steckt…

Jo und ihre Familie haben an der dänischen Küste ein altes Haus geerbet, von einer Tante namens Mette, die Jo noch nie gesehen hat. So muss die 11jährige sich von ihren Ferienplänen am Meer mit ihrer besten Freundin verabschieden und darf stattdessen ihre Herbstferien weit weg von jeglichen Schwimmmöglichkeiten verbringen. Doch in Dänemark angekommen, lernt Jo die Kinder Julie und Mads kennen und freundet sich schnell mit ihnen an. Und dann taucht eine alte Frau namens Bente auf, die sich immer wieder in die Familienangelegenheiten einmischt und Geschichten über böse Meerwesen erzählt. Die komische Dame beeindruckt Jo erst einmal gar nicht, doch dann entdeckt sie eine verstaubte Kammer auf dem Dachboden… Was hat Tante Mette verborgen? Warum sind auf vielen Fotos die Gesichter herausgekratzt? Und warum hat Jo plötzlich unheimliche Albträume, die täuschend echt sind?

Jo, die Protagonistin, ist 11 Jahre alt und liebt das Wasser. Ganz im Gegensatz zu ihrer Mutter, die panische Angst vor Wasser hat. Für die Mutter ist klar, dass sie das geerbte Haus am Meer so schnell wie möglich verkaufen will! Doch dann kommt alles anders als gedacht…

Der Einstieg in die Geschichte war leicht und einfach, erst einmal wurde mir die Situation erklärt und die ersten Fragen tauchten auf, sodass ich schnell an die Geschichte gefesselt war.

Während ich das Buch anfangs noch in die Kategorie “Kinderbuch” einstufen würde, änderte sich dies im Laufe der Geschichte.

Jo ist eine sympathische Protagonistin, die mit ihren 11 Jahren keineswegs sehr kindlich oder nervig handelt, sondern entschlossen und mutig, aber nett ist.
Auch die anderen Charaktere waren sehr überzeugend, von der unheimlichen, alten Dame, zu dem überfreundlichen Vater, bis hin zur mürrischen Mutter war alles vorhanden. Insgeheim habe ich jeden der Charaktere einmal verdächtigt, der “Böse” zu sein, immer wieder war ich auf einer falschen Fährte, was die Geschichte jedoch gerade so spannend gemacht hat.

Zum Ende hin kamen dann immer mehr gruselige und mysteriöse Momente, sodass die Geschichte keineswegs nur etwas für jüngere ist!

Doch nicht nur mystische und geheimnisvolle Elemente sind in dem Buch vorhanden, auch Themen wie Freundschaft oder Familie werden behandelt! Absolute Empfehlung!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut )

Titel: Lillesang-Das Geheimnis der dunklen Nixe
Seitenzahl:416
 ISBN-13: 978-3-570-16287-3

Preis: 16,99€

Rezension: George R.R. Martin: Wildcards-Das Spiel der Spiele

Wenn viel Geld lockt…
Vergisst der Held schon einmal…
Was wahrer Heldentum ist!

Nach dem 2. Weltkrieg breitet sich in unserer Welt das Wild-Card-Virus aus. Während die einen daran sterben, verwandeln sich die Körper der anderen und wieder andere haben das Glück, mit außergewöhnlichen Kräften gesegnet zu werden. Die neue Casting Show im Fernsehen soll klären, wer von den Menschen mit außergewöhnlichen Kräften Americans Superhero wird. Etwa Jonathan, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann? Oder bringt das Beschwören einer undurchdringlichen Rüstung, wie Lohengrin es kann, mehr Punkte? Viel Geld und Ruhm lockt, da vergessen die Helden schnell, was wahrer Heldenmut ist.
Die angespannte Lage in Ägypten interessiert unterdessen keinen, dabei werden Helden hier dringend gebraucht!

Wild Cards ist ein Projekt von vielen Autoren, unter anderem von George R.R. Martin, den man von der “Das Lied von Eis und Feuer-Reihe” kennt. Die Autoren haben sich beim Schreiben abgewechselt, jeder Autor hat zwar seinen eigenen Schreibstil, doch sie ließen sich alle gut und flüssig lesen.

Die Geschichte wird von unterschiedlichen Helden, die bei der Castingshow mitmachen, erzählt. So habe ich einen guten Eindruck vom Geschehen bekommen, doch die vielen Namen verwirrten mich besonders am Anfang sehr.

Gleich auf den ersten Seiten erfuhr ich erst einmal etwas über das Wild-Card-Virus und die Veränderungen der Welt, so wusste ich gleich bescheid und konnte gut mit dem Buch starten.

Die vielen verschiedenen Charaktere ( arm-reich, klug-unklug,schüchtern-selbstbewusst…)sorgten immer für viel  Geschehen und so war ich pausenlos gefesselt an die Geschichte.

Nach der 1. Hälfte änderte sich dies leider, denn nun drängte sich der Bürgerkrieg in Ägypten in den Vordergrund. Schon am Anfang tauchte das Thema “Ägypten” auf, doch immer nur in einzelnen Szenen. Dann ändert sich dies urplötzlich, das ging mir eindeutig zu schnell! Die Situation in Ägypten hat mich grundsätzlich interessiert, die Geschichte geht tiefer und es tauchen gesellschaftskritische Elemente auf, doch diese Szenen konnten mich nicht packen und es hat sich sehr gezogen.

“Wildcards” war für mich ein nettes, gutes Buch, was Potenzial für die 1 gehabt hätte, doch nach der 2. Hälfte vergebe ich nun…

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 3 ( befriedigend)

Titel: Wildcards-Das Spiel der Spiele
Verlag: penhaligon
Seitenzahl:544
 ISBN-13: 978-3764531270

Preis: 15,00€

Rezension: Andreas Schlöter: Machine Boy

Mitten unter uns…
Gibt es eine Organisation….
Die Klone züchtet und einen ganz genauen Plan hat!
Einen Plan, der nicht durchkreuzt werden sollte…

Einen gemütlichen und entspannten Trip an die Ostsee wollen Tim und Paulina machen. Doch daraus wird nichts, schon in der ersten Nacht werden die beiden ausgeraubt. Empört verfolgen Tim und Paulina den Dieb, der sich als 12-jähriger Junge entpuppt. Doch dieser ist kein gewöhnlicher Junge, sondern behauptet, ein Klon zu sein und zu einer geheimen Mission einflussreicher Leute zu gehören. Ari ist sein Name und er bittet die beiden,ihm zu helfen, denn er ist auf der Flucht vor den Leuten, die ihn erschufen. Und schon bald werden Tim,Paulina zusammen mit Ari verfolgt und befinden sich in großer Gefahr, denn Leute, die von dem Projekt wissen, müssen eliminiert werden…

Ari, der Klon, ist aus einem Internat geflohen, in dem er mit anderen Klonen aufgewachsen ist. Die Klone sollen später hohe Stellen z.B. in der Politik besetzen und einflussreiche und mächtige Menschen werden. Dafür werden sie gezüchtet, “aufgezogen” und ausgebildet. Sie sind die Elite…

Die Idee der Geschicht konnte mich sofort überzeugen, um geklonte, hochintelligente Menschen geht es.
Über Genforschung und das Klonen erfährt man beim Lesen viel und die Details werden gut erklärt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dennoch blieben die Charaktere leider flach und ich hätte gerne mehr über die jugendlichen Klone, sowohl wie über Tim und Paulina, deren Kapitel am längsten waren, erfahren.

Die Bezeichnung “Thriller” hat das Buch meiner Meinung nach nicht verdient, da die Geschichte mich zwar meistens fesselte→ich wollte näheres zu den Klonen wissen, aber nicht vor Spannung strotzt.

Doch mein Interesse zu dem Thema wurde dank des Buches geweckt und ich bin nun um eigenes schlauer im Bereich Genforschung!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 3 ( befriedigend)

Titel: Machine Boy
Verlag: Kosmos
Seitenzahl:272
 ISBN-13: 9783440136843

Preis: 12,99€

Rezension: Lydia Syson: Im dunklen Licht der Tage

Mitten im Spanischen Bürgerkrieg…
Kämpft Felix um ihr Leben…

Es ist das Jahr 1963. Felix ist 17 Jahre alt, will Krankenschwester werden und hat keine Ahnung von dem Spanischen Bürgerkrieg, da sie sehr wohlbehütet zuhause in London aufwächst.
Doch dann gerät sie in eine Demonstration und lernt dort Nat kennen, der sich freiwillig für die Front gemeldet hat und so bald nicht mehr in der Stadt sein wird.
Felix und Nat verlieben sich ineinander, doch ihnen bleibt nicht viel Zeit.
Schon bald ist Nat weg- und dann meldet sich Felix freiwillig als Krankenschwester in Spanien und will Nat suchen.
Doch auch George, der schon lange in Felix verliebt ist, macht sich auf die Suche nach ihr.

Felix,George und Nat verschlägt es alle auf unterschiedliche Weise nach Spanien, sei es als Kämpfer, als Krankenschwester oder, wie in Georges Fall, um Felix zu suchen.

Die 3 Menschen beschreiben ihr hartes Leben mitten im Krieg. Während Felix mit wenig Ausstattung Menschen wieder gesund pflegen soll, erlebt man mit Nat düstere Tage an der Front und George, der nie in das Land wollte, sucht nach Infos und Spuren, da er für die Zeitung schreibt.

Die Zukunft der Drei ist in der gefährlichen Situation ungewiss, trotzdem bleiben sie tapfer und konzentrieren sich auf ihre Aufgaben.

Während die Liebesgeschichte im Hintergrund steht, ist der Fokus auf die Situation in Spanien gerichtet und ich erfuhr viel über den Spanischen Bürgerkrieg und dem Leben verschiedener Menschen in verschiedenen Rollen zu der Zeit.

Meist ist die Geschichte auch spannend, lediglich an ein paar Stellen hat mir die Spannung gefehlt, ich hätte mir gewünscht, dass sich das Bedürfnis weiterzulesen durchgängig eingestellt hätte.

Trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen, für Leute, die mehr über den Bürgerkrieg erfahren wollen, aber auch für Leute, die nach einer guten Geschichte suchen!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut )2 ( gut )

Titel: Im dunklen Licht der Tage
Verlag: Oetinger
Seitenzahl:320
 ISBN-13: 978-3-7891-4751-7

Preis: 15,99€

Rezension: Dave Eggers:Der Circle

Könnte so unsere Zukunft aussehen?

Mae Holland ist überglücklich. Mit Hilfe ihrer Freundin darf sie nun bei dem “Circle” arbeiten, dem angesagtesten Unternehmen der Welt. Statt Stress erwartet die Mitarbeiter in den Firmen große Pools, die besten Köche und jede Menge Konzerte von internationalen Stars, alles kostenlos versteht sich.
Nun darf sich Mae auch zu der Elite zählen, die einen Job im einflussreichsten Konzern Amerikas haben.
Mae ist beeindruckt von dem Unternehmen und schöpft ihre vielen Möglichkeiten aus. Sie will es bis ganz nach oben schaffen und merkt nicht, dass die Idee von dem “Circle”, es dürfe keine Anonymität mehr im Internet geben, immer mehr zur Realität wird…

Das besondere an “Der Circle” ist, dass ich mir durchaus vorstellen könnte, dass unsere Welt in der Zukunft einmal so aussieht. Die Gründer des Konzerns sind überzeugt, dass völlige Transparenz das beste ist, was den Menschen passieren könne. Wenn es keine Anonymität mehr gäbe, würde Cybermobbing und jegliche andere Kriminalität eingestellt werden und so wären die Menschen glücklicher. Dass die Welt dafür total überwacht werden muss und an jeder Ecke Kameras lauern, wird nicht angepriesen.
Mae entwickelt sich zu einer Vorzeigemitarbeiterin des Circles, sie postet ständig und hat keine Privatsphäre mehr. Aus der schüchternen Frau wird eine selbstbewusstere, die sich vor der Welt versteckt und nur noch wenig  Kontakt mit ihren wahren Freunden hat, dafür aber ständig vor dem Handy sitzt und der restlichen Welt zeigt, was sie gerade macht.

Zwischen Faszination über den Aufbau des Konzern und die Argumente für die Zerstörung der Privatsphäre zu Entsetzen, wie schlimm die völlige Transparenz wirklich ist, wechselten meine Gefühle.

Nach diesem Buch denkt man noch einmal ganz anders über das Internet und Seiten wie Facebook und ich kann nur hoffen, dass sich ein solches Szenario wie in der Geschichte nie einstellen wird, obwohl wir momentan ja schon eine kleine Vorstufe erleben( Über das Handy ist man auf Seiten wie Facebook, Instagram aber auch WhatsApp immer erreichbar und postet viel…).

Anmerken muss ich allerdings, dass sich die Geschichte zwar meistens flüssig lesen lassen hat, aber mir manchmal eindeutig zu viel beschrieben und sich mit zu kleinen Details aufgehalten wurde.

Und dann war Protagonistin Mae schrecklich naiv, an einer Stelle hätte nicht mehr viel gefehlt, dass ihr Vorgesetzter “Spring” sagt und sie macht es…

Nichtsdestotrotz sollte man sich mit diesem Buch unbedingt einmal beschäftigen. “Der Circle” wird sicher jedem Leser noch einmal die Augen öffnen und zeigen, wie schlimm völlige Transparenz wäre…

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut )

Titel: Der Circle
Seitenzahl:560
 ISBN-13: 978-3-462-04675-5

Preis: 22,99€