Hörbuchrezension: Kiera Cass: Selection

35 Mädchen…
Eine Krone…
Die Chance ihres Lebens!

35 perfekte Mädchen kämpfen um die Krone und die Hand von Prinz Maxon. Er ist der Thronfolger Illéas und sucht eine Prinzessin an seiner Seite. Für America, die aus einer der niederen Kasten kommt, ist das Casting die Chance, ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zuhause wartet ihr große Liebe, Aspen, auf sie und America muss sich zwischen ihrem Bauchgefühl und dem großen Druck des Castings und der Gesellschaft entscheiden…

“Selection” spielt in der Zukunft, die sozialen Schichten sind in Kasten eingeteilt. America und ihre Familie gehören Kaste 5 an und müssen um ihr tägliches Brot kämpfen. Als das Casting ansteht, bei dem Prinz Maxon seine zukünftige Frau finden will, wird America gedrängt, daran teilzunehmen. Denn-egal, ob sie gewinnt oder nicht-wird ihre Familie aufsteigen und sich nicht mehr sorgen müssen, kein Geld zu haben.
Doch America will Maxon eigentlich gar nicht, denn Aspen ist ihre große Liebe… Und dann wird America als eine von 35 Mädchen ausgewählt und das Casting startet…

Wenn 35 hübsche Mädchen auf einem Haufen, in der Öffentlichkeit und unter dem großen Druck des Castings sich um einen Prinzen reißen, gibt es Intrigen, Gezicke und wenig Harmonie. Doch “Selection” zeigt auch das unterschiedliche Leben in den verschiedenen Kasten. Während Prinz Maxon nie etwas davon mitbekommen hat, wie schlecht es den Leuten in Kaste 5,6 und 7 geht, musste America dies am eigenen Leib spüren und während des Castings erzählt sie Maxon davon und macht ihm begreiflich, dass nicht jeder mit viel Geld in der Tasche geboren wurde. Während des Castings sieht man die Unterschiede ganz deutlich, jeder der Mädchen stammt aus unterschiedlichen Kasten und die Mädchen aus den niedrigen Kasten verhalten sich meist ganz anders, als die aus den höheren.

Friederike Wolters, die dieses Hörbuch spricht, hat eine dunklere Stimme,als ich sie mir bei America vorgestellt hatte, doch trotzdem konnte man das Hörbuch gut anhören, an manchen Stellen waren die Sätze ein bisschen zu langsam gesprochen und ich hätte mir ein wenig mehr Lebhaftigkeit gewünscht, doch diese Stellen hielten sich in Grenzen.

America ist eine sehr sympathische Frau, die nett, aber bestimmt ist und sich von den meisten Kandidaten sehr abhebt. Seit ihr eigentlich auf Maxons-, oder auf Aspens Seite? Ich finde Maxon ja sympathischer!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  2(gut)

Titel: Selection
Verlag: Jumbo
ISBN-13: 978-3833733697

Preis: 19,99€

Rezension: Hans-Hermann Stolze: Sehr geehrtes Facebook!

Ein Rentner versteht die Welt nicht mehr…
Greift zur Schreibmaschine…
Und schon bald bekommt Facebook einen Brief von ihm…

Hans-Hermann Stolze ist 87 Jahre alt, ein lebensfreudiger Rentner und stolzer Besitzer einer Schreibmaschine. Als sein Enkel ihm mitteilt, dass er sich sehr freuen würde, wenn sich Hans bei Facebook anmeldet, zögert er nicht lange und will es versuchen. Doch wie geht das eigentlich? Herr Stolze hat nicht viel Ahnung von dem Internet und schreibt kurzerhand Facebook an und fragt die Firma, ob man denn auch ohne Internet dem Club beitreten könnte… Doch nicht nur Facebook kriegt Post, auch Otto, Amazon und noch viele weitere Firmen werden angeschrieben. Und auf die lustigen Briefe folgen meist ebenso lustige Antworten…

Hans Hermann Stolze ist ein urkomischer Rentner, der seinem Enkel eine Freunde machen will und sich anfangs erst einmal mit Facebook beschäftigt, doch mit der Zeit werden auch viele andere Firmen unter die Lupe genommen!

“Sehr geehrtes Facebook” hat mir unheimlich viel Spaß beim Lesen bereitet, Herr Stolze schreibt so nette und hoffnungsvolle Briefe, und meist kriegt er auch Antworten.

Die Schrift ist dabei nicht wie in einer normalen Geschichte gedruckt, sondern in “Schreibmaschinenform”, die Briefe von Herr Stolze sind dabei auf der einen Seite abgedruckt und manchmal konnte ich diese Schrift nicht ganz so gut lesen, auf der anderen Seite konnte man dann die Antwort lesen, alles natürlich mit Anschrift, Datum etc.

Bei den Antworten konnte man sehr schnell erkennen, wer nur Standardbriefe schickt oder wer auf seine Fragen genau eingeht.Manchmal kriegt Hans Hermann Stolze auch Kleinigkeiten, wie ein Autogramm oder einen Anhänger mit.

Das Buch kann man auf Grund seiner Form nicht nur einmal lesen, ich habe mir zwischendurch oft auch nur schnell eine Doppelseite( einmal Frage, einmal Antwort) durchgelesen und hatte danach fast immer ein Lächeln im Gesicht!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  1(sehr gut)

Titel: Sehr geehrtes Facebook
Verlag: Ullstein
Seitenzahl:176
ISBN-13:9783548375113

Preis: 9,99€

Rezension:Claire Legrand: Das Haus der verschwundenen Kinder

Geordnet und vorhersehbar ist das Leben in Belleville…
Doch hinter der Fassade…
Verbirgt sich ein düsteres Geheimnis!

Victoria Wright ist zwölf Jahre, organisiert, ordentlich und hat fabelhafte Noten. Sie passt genau in die Kleinstadt Belleville, die genauso perfekt und vorhersehbar ist, wie sie selbst. Genau das Gegenteil von Victoria ist Lawrence, ihr bester Freund. Der verträumte Junge fällt auf und passt so gar nicht in das Leben von Victoria. Doch dann verschwindet er und Victoria stellt ihr Leben auf den Kopf um ihn zu suchen. Schließlich stößt sie auf das mysteriöse Waisenhaus von Mrs. Cavendish, welches rebellische Kinder aufnimmt und sie nach ein paar Wochen,Monaten oder Jahren wieder zurückschickt. Die Kinder, die zurückkommen sind brav, still und perfekt für das Leben in Belleville, doch manche Kinder kommen gar nicht zurück…
Victoria forscht nach und begibt sich bald selbst in große Gefahr!

Wer in Belleville nicht perfekt ist, verschwindet, das weiß jeder in der Stadt. Victoria ist eine Vorzeigetochter, wissbegierig, strebsam und ordentlich, doch als ihr Freund Lawrence verschwindet, forscht sie nach…

Die Protagonistin Victoria war mir vorallem anfangs wenig sympathisch. Sie will die Beste sein, in allem. Victoria wirkt schnell arrogant, sie ist ein selbstbewusstes, kleinkariertes Mädchen, welches keine Fehler duldet. Anders als die meisten Protagonisten ist sie sehr überzeugt von sich und ist sich ihrer zahlreichen Stärken bewusst. So kam sie mir schnell einmal hochnäsig vor und auch im weiteren Verlauf der Geschichte wurde ich mit ihr nicht wirklich warm.

Der Schreibstil von Legrand ist recht einfach und schnell zu lesen, die Spannung steigert sich von Seite zur Seite.

Schnell merkte ich, dass mit der Stadt Belleville etwas nicht stimmt und, dass Mrs. Cavendish, der das Waisenhaus gehört, durchaus ihren Teil dazu beiträgt. Nun nahmen die Gruselmomente zu und eine düstere Atmosphäre baute sich auf.

Stellenweise schüttelte es mich beim Lesen, weil nicht alle Szenen angenehm waren.

Gegen Ende wurden immer mehr fantastische Elemente eingebaut und ganz logisch erschien mir einiges nicht, doch spannend blieb es.

“Das Haus der verschwundenen Kinder”  ist eine Geschichte mit Gruselfaktor, an der mir nicht alles gefiel und die Protagonistin nicht sehr sympathisch war, doch trotzdem hat mich das Buch fast durchgängig gefesselt.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  3 ( befriedigend)

Titel: Das Haus der verschwundenen Kinder
Verlag: Heyne
Seitenzahl:320
 ISBN-13:978-3-453-26778-7

Preis: 14,99€

Rezension: Maike Stein: Du oder sie oder beide

Zwei Zwillinge…
Ein Fluch…
Und eine Erklärung?

Das Wasser ist für die Zwillinge Lena und Zoe wie ein zweites Zuhause, sie schwimmen beide gerne und gut. Doch auf Sankt Katharinen, der Internatsinsel im Werrowsee, ist alles anders. Schon bevor sie auf der Insel ankommen, träumen sie von dem unheimlichen See. Und was hat dies alles mit der Prophezeiung der weißen Frau zu tun? Schnell merken die beiden, dass ihre Familie in das komische Geschehen auf der Insel verstrickt ist und Lena und Zoe suchen auf unterschiedliche Arten nach Gründen. Und während alles immer komischer wird, müssen sich die Zwillinge bald die Frage stellen, ob sie für den anderen sterben würden…

“Du oder sie oder beide” gehört in das Genre Mystery, so geht es um einen Fluch, der Zwillinge betrifft.

Lena und Zoe sind Zwillinge und besonders miteinander “verbunden”, wie man beim Lesen schnell merkt. Trotzdem sind sie unterschiedlich und haben ihre eigenen Vorlieben. Doch das Schwimmen verbindet sie stark und nun sind sie auf einem Internat für Leistungsschwimmer gelandet.
Über das Leistungsschwimmen, über das Training und auch über den Konkurrenzdruck hätte ich gerne noch mehr erfahren…

Der Schreibstil von Maike Stein hat mir ziemlich gut gefallen, beim Lesen entsteht die passende Atmosphäre: düster, unheimlich und magisch.

Anfangs konnte mich die Geschichte völlig in ihren Band ziehen, ich habe gespannt gelesen und als die ersten merkwürdigen Sachen geschahen, habe ich gerätselt, warum dies denn nun passiert.

Die mystischen Elemente und die Auflösung haben mir nicht wirklich gefallen, es ging mir dann meist zu einfach und es war mir zu sehr aus der Luft gegriffen, und an anderen Stellen war es mir zu ausgeschmückt, zu fantasievoll und zu verworren.

Negativ aufgefallen ist mir auch das “Sie”. Oft war von einer “Sie” die Rede, doch ob es nun Lena oder Zoe war, wusste ich nicht.

“Du oder sie oder beide” konnte mich nur bedingt überzeugen. Zwar war die Geschichte zumindest im ersten Teil sehr spannend, doch andere Faktoren haben mich nicht überzeugt.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  3 ( befriedigend) bis 4 ( ausreichend)

Titel: Du oder sie oder beide
Verlag: Magellan
Seitenzahl:405
 ISBN-13:978-3-8333-0965-6

Preis: 16,95€

Rezension: Matthew Dicks: Der beste Freund, den man sich denken kann

Ein imaginärer Freund…
Erzählt von seinem…
Ganz und gar nicht langweiligem Leben!

Budo ist der imaginäre Freund von Max und das ist kein leichter Job! Denn Max ist anders als normale Kinder in seinem Alter. Er mag es nicht, wenn man ihn berührt,wenn er reden muss oder wenn ihm jemand in die Augen guckt und so wird der Schultag jedes Mal wieder eine Herausforderung. Doch zum Glück gibt es Budo, Max besten Freund- der nebenbei nicht echt ist. Budo hilft Max im Alltag und ist trotzdem ruhig und lässt ihn in Ruhe. Das schlimmste für Budo wäre, wenn Max nicht mehr an ihn glaubt, denn dann würde er verschwinden… Doch bis dahin genießt er das Leben in vollen Zügen! Bis etwas schreckliches passiert…

Budo ist, nett, hilfsbereit und nicht real. Er sieht so aus und verhält sich so, wie Max ihn sich vorgestellt hat. Der kleine Max ist ein autistischer Junge und hat einige Probleme. Seine Mutter zum Beispiel darf ihn erst küssen, wenn er eingeschlafen ist. Nur Budo akzeptiert ihn wie er ist und zwischen ihm und Max ist eine ganz besondere Bindung.

Zu Beginn ist der außergewöhnliche Schreibstil mehr als gewöhnungsbedürftig. Budo erzählt die Geschichte aus seiner Sicht, er ist 6 oder 7 Jahre alt und denkt sehr einfach. Die Sätze sind kurz und Budo schweift oft vom Thema ab, zu diesem Zeitpunkt war das Buch für mich zwar interessant, aber wirklich gefesselt hat es mich nicht.

Doch kurz vor der Hälfte, nachdem die ersten Andeutungen auf “das Schreckliche Ereignis” auftauchten, nahm die Geschichte Fahrt auf, ich fieberte mit Budo und den anderen mit und das Buch wurde spannend bis zum Ende.

Nun wurden auch die Charaktere netter und ich habe sie lieber gewonnen als am Anfang, jedem habe ich gewünscht, dass sich seine Träume und Hoffnungen noch erfüllen.

Wenn man sich an dem kindlichen und stockenden Schreibstil nicht aufhängt, ist die Geschichte durchaus spannend und z.B. das Thema “Autismus”, was in dem Buch aufgegriffen wird, hat mich sehr interessiert und es ist interessant darüber zu lesen.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut ) bis 3 ( befriedigend)

Titel: Der beste Freund, den man sich denken kann
Verlag: Berlin Taschenbuch
Seitenzahl:448
 ISBN-13:978-3-8333-0965-6

Preis: 9,99€

Rezension: Sonja Kaiblinger: Rosen und Seifenblasen-Verliebt in Serie 1

Was machst du…
Wenn du dich plötzlich…
In einer kitschigen Soap befindest?

Abby ist 14 Jahre alt und total genervt, seit ihre Schwester und nun auch ihre Mutter regelmäßig viele Stunden damit verbringen, die Seifenoper “Ashworth Park” zu schauen. “Ashworth Park” beschreibt das Leben einer englischen Adelsfamilie, die, wie Abby und ihre Freundin es beschrieben, einfach nur versnobt sind. Doch dann, eines Tages, beginnt Abby sich aufzulösen und dann in der Welt von Asworth zu landen. Nun spielt sie in der kitschigen Seifenoper mit und muss sich mit Lügen, Intrigen und alten Geheimnissen auseinandersetzen… Und die ganz unterschiedlichen Charaktere von Asworth machen das Leben von Abby nicht leichter.
Doch das Verschwinden von Abby beginnt Tag um Tag aufs Neue!

“Ashworth Park” ist eine waschechte “Daily Soap” mit Intrigen, Lügen, Gezicke und vielen Geheimnissen, wie Abby bald selber herausfinden muss. Von einer Sekunde zur Anderen befindet sie sich plötzlich in Ashwort Park, jeden Tag aufs Neue verschwindet sie, bleibt während der Sendung dort und taucht danach wieder auf- und ihre Schwester ist vollkommen perplex, da sie Abby gerade eben noch in der Sendung gesehen hat.

“Rosen und Seifenblasen” ist eine unglaublich lustige und witzige Geschichte mit Charakteren, die verschiedener nicht hätten sein können, die eine ist zickig, die andere sehr hilfsbereit, wieder einer ist süß und charmant und der andere sehr versnobt.

Abby ist eine intelligente, freche und pfiffige Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist. Mit ihren direkten Aussagen mischt sie Ashworth mehrmals ganz schön auf. Neben ihr hat mir besonders das schwarze Schaf der Adelsfamilie, Jasper, gefallen, der wohl am normalsten gewirkt hat und nicht umsonst den Titel “schwarzes Schaf” trägt.

Über die weiteren Charaktere hätte ich gerne noch erfahren, sie blieben mir ein bisschen zu blass.

Die Sprecherin des Hörbuchs war sehr passend, ihr konnte man gut zuhören und sie hat meine Vorstellung von Abby genau getroffen.
Und nach dem Ende der Geschichte fiebere ich nun gespannt Teil 2 entgegen!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut) 2 ( gut )

Titel: Rosen und Seifenblasen-Verliebt in Serie 1
Verlag: Silberfisch
Minutenzahl:252 Minuten
 ISBN-13:978-3-86742-719-7

Preis: 16,99€

Rezension: Roope Lipasti: Ausflug mit Urne

Mit einer Urne in der Tasche…
Machen sich zwei Brüder…
Auf eine Reise…

Teemu und Janne sind Brüder und total verschieden. Schon lange haben sie sich nicht mehr gesehen, beide sind nun um die 40 Jahre alt und haben ihr eigenes Leben, doch als ihr Stiefgroßvater Jalmari stirbt, beschließen die beiden, vor der Testamentsverkündung im ostfinnischen Imatra noch einige Orte aufzusuchen, an denen Jalmari früher einmal gelebt hat. Und das sind viele, um die 50x ist der Stiefgroßvater schon umgezogen. Auf der Reise erleben die beiden Brüder viele Überraschungen und treffen auf völlig verschiedene Menschen. Und nicht zu letzt lernen Teemu und Janne sich auf der Fahrt noch einmal ganz neu kennen, erzählen sich Dinge, die der andere nie gewusst hatte und merken, dass Familie trotz allem sehr wichtig ist..

Teemu und Janne sind zwar Brüder, doch komplett verschieden. Teemu ist der ordentliche Geschäftsmann, der keine Überraschungen mag. Janne ist das Gegenteil, aufgeweckt, lebensfroh, chaotisch und doch charmant.

Nachdem die Mutter der beiden gestorben ist, haben die Brüder sich aus den Augen verloren und lange nichts mehr miteinander zu tun gehabt. Bis der 2. Mann ihrer Oma stirbt und sie sich mit der Urne, in der die Asche des Stiefgroßvaters Jalmaris ist, auf den Weg zur Testamentsverkündung machen. Teemu und Janne erhoffen sich viel Geld, immerhin waren Jalmaris Taschen immer voll davon und engstehendere Verwandten gibt es doch nicht, oder?

Die Geschichte wird aus der Sicht von Teemu, dem älteren Bruder erzählt, stellenweise in der Gegenwart und stellenweise in der Vergangenheit, sodass man praktisch 2 Geschichten liest.

“Ausflug mit Urne” ist ein besonderes Buch über zwei Brüder, die zwar die gleichen Eltern haben, aber doch komplett verschieden sind. Die Geschichte ist fast durchgängig spannend und das Ende ist überraschend.

An manchen Stellen habe ich den roten Faden der Geschichte nicht mehr gefunden, immer wieder ist der Autor vom Weg abgekommen, was mich doch gestört hat.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut )

Titel: Ausflug mit Urne
Verlag: Blessing
Seitenzahl:320
 ISBN-13:978-3-89667-528-6

Preis: 19,99€

Rezension: Susan Waggoner: Liebe bis ans Ende der Welt

Wie sieht es in der Zukunft aus?
Was hat sich verändert?
Und sind die Veränderungen positiv oder negativ?
Die Reise von Liza geht weiter….

 Die Rezension zu Band 1 gibt es hier: KLICK

Liza bekommt endlich die Erlaubnis, mit ihrer großen Liebe David in seine Zeit zu fliegen. Es geht nach Neu-Erde, in das Jahr 3738. Doch das Leben in der Zukunft steckt voller Schwierigkeiten, wie Liza schon bald feststellen muss. Das Problem ist nicht nur, dass Davids Familie sich nicht mit Liza anfreunden will, sondern auch, dass die Welt komplett anders ist- als Beispiel hier das Essen…

Doch mit Hilfe ihrer Fähigkeiten merkt Liza schon bald, dass mit Davids Bruder Paul so einiges komisch ist. Doch die Computer, die in der Zukunft sehr viel übernehmen, zeigen keine Probleme an…
Was ist mit Paul wirklich los?
Und kann es auch zu viel Technik geben?

Um mit David in die Zukunft reisen zu können, muss Liza viel aufgeben. Ihre Familie beispielsweise darf sie nie wieder sehen, doch Liza schreckt dies nicht ab und nach einigen Schwierigkeiten kommt sie auf Neu-Erde an.

Die Beschreibungen und vielen Ideen der Neu-Erde haben mich von Anfang an fasziniert. Die Welt hat sich stark verändert, doch alle Veränderungen waren gut erklärt und ich könnte mir gut vorstellen, dass unsere Welt zu diesem Zeitpunkt einmal auch so aussehen wird.

Wie weit die Technik fortgeschritten ist, hat mich auch beeindruckt. Als Beispiel die Computer, die vielleicht doch zu große und wichtige Aufgaben in der neuen Welt übernehmen…

Die Geschichte von Liza und David konnte ich gut und flüssig lesen.
Gewünscht hätte ich mir, dass zwischen Liza und David mehr passiert- und wenn etwas passiert, dass es nicht ganz so kalt ist.

Auch die Spannung blieb stellenweise auf der Strecke, doch wenn man diese Teile überbrückt hat, kann man sich wieder auf eine interessante Geschichte freuen.

Alles in einem hat mir das Buch sogar noch ein kleines Stückchen besser gefallen, als Teil 1. Dass die Liebesgeschichte ein bisschen auf der Strecke blieb und die Spannung an manchen Stellen zu wünschen übrig ließ, hätte man zwar verbessern können, aber dafür sind die Beschreibungen der neuen Welt unglaublich faszinierend.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut )

Titel: Liebe bis ans Ende der Welt
Verlag: Bloomoon
Seitenzahl:208
 ISBN-13: 978-3-8458-0371-5

Preis: 10,99€

Rezension: Nina Blazon: Lillesang- Das Geheimnis der dunklen Nixe

Ein altes Haus am Strand…
Düstere Geheimnisse…
Und ein Meer, welches voller (dunklen) Überraschungen steckt…

Jo und ihre Familie haben an der dänischen Küste ein altes Haus geerbet, von einer Tante namens Mette, die Jo noch nie gesehen hat. So muss die 11jährige sich von ihren Ferienplänen am Meer mit ihrer besten Freundin verabschieden und darf stattdessen ihre Herbstferien weit weg von jeglichen Schwimmmöglichkeiten verbringen. Doch in Dänemark angekommen, lernt Jo die Kinder Julie und Mads kennen und freundet sich schnell mit ihnen an. Und dann taucht eine alte Frau namens Bente auf, die sich immer wieder in die Familienangelegenheiten einmischt und Geschichten über böse Meerwesen erzählt. Die komische Dame beeindruckt Jo erst einmal gar nicht, doch dann entdeckt sie eine verstaubte Kammer auf dem Dachboden… Was hat Tante Mette verborgen? Warum sind auf vielen Fotos die Gesichter herausgekratzt? Und warum hat Jo plötzlich unheimliche Albträume, die täuschend echt sind?

Jo, die Protagonistin, ist 11 Jahre alt und liebt das Wasser. Ganz im Gegensatz zu ihrer Mutter, die panische Angst vor Wasser hat. Für die Mutter ist klar, dass sie das geerbte Haus am Meer so schnell wie möglich verkaufen will! Doch dann kommt alles anders als gedacht…

Der Einstieg in die Geschichte war leicht und einfach, erst einmal wurde mir die Situation erklärt und die ersten Fragen tauchten auf, sodass ich schnell an die Geschichte gefesselt war.

Während ich das Buch anfangs noch in die Kategorie “Kinderbuch” einstufen würde, änderte sich dies im Laufe der Geschichte.

Jo ist eine sympathische Protagonistin, die mit ihren 11 Jahren keineswegs sehr kindlich oder nervig handelt, sondern entschlossen und mutig, aber nett ist.
Auch die anderen Charaktere waren sehr überzeugend, von der unheimlichen, alten Dame, zu dem überfreundlichen Vater, bis hin zur mürrischen Mutter war alles vorhanden. Insgeheim habe ich jeden der Charaktere einmal verdächtigt, der “Böse” zu sein, immer wieder war ich auf einer falschen Fährte, was die Geschichte jedoch gerade so spannend gemacht hat.

Zum Ende hin kamen dann immer mehr gruselige und mysteriöse Momente, sodass die Geschichte keineswegs nur etwas für jüngere ist!

Doch nicht nur mystische und geheimnisvolle Elemente sind in dem Buch vorhanden, auch Themen wie Freundschaft oder Familie werden behandelt! Absolute Empfehlung!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut )

Titel: Lillesang-Das Geheimnis der dunklen Nixe
Seitenzahl:416
 ISBN-13: 978-3-570-16287-3

Preis: 16,99€