Rezension: Lydia Syson: Im dunklen Licht der Tage

Mitten im Spanischen Bürgerkrieg…
Kämpft Felix um ihr Leben…

Es ist das Jahr 1963. Felix ist 17 Jahre alt, will Krankenschwester werden und hat keine Ahnung von dem Spanischen Bürgerkrieg, da sie sehr wohlbehütet zuhause in London aufwächst.
Doch dann gerät sie in eine Demonstration und lernt dort Nat kennen, der sich freiwillig für die Front gemeldet hat und so bald nicht mehr in der Stadt sein wird.
Felix und Nat verlieben sich ineinander, doch ihnen bleibt nicht viel Zeit.
Schon bald ist Nat weg- und dann meldet sich Felix freiwillig als Krankenschwester in Spanien und will Nat suchen.
Doch auch George, der schon lange in Felix verliebt ist, macht sich auf die Suche nach ihr.

Felix,George und Nat verschlägt es alle auf unterschiedliche Weise nach Spanien, sei es als Kämpfer, als Krankenschwester oder, wie in Georges Fall, um Felix zu suchen.

Die 3 Menschen beschreiben ihr hartes Leben mitten im Krieg. Während Felix mit wenig Ausstattung Menschen wieder gesund pflegen soll, erlebt man mit Nat düstere Tage an der Front und George, der nie in das Land wollte, sucht nach Infos und Spuren, da er für die Zeitung schreibt.

Die Zukunft der Drei ist in der gefährlichen Situation ungewiss, trotzdem bleiben sie tapfer und konzentrieren sich auf ihre Aufgaben.

Während die Liebesgeschichte im Hintergrund steht, ist der Fokus auf die Situation in Spanien gerichtet und ich erfuhr viel über den Spanischen Bürgerkrieg und dem Leben verschiedener Menschen in verschiedenen Rollen zu der Zeit.

Meist ist die Geschichte auch spannend, lediglich an ein paar Stellen hat mir die Spannung gefehlt, ich hätte mir gewünscht, dass sich das Bedürfnis weiterzulesen durchgängig eingestellt hätte.

Trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen, für Leute, die mehr über den Bürgerkrieg erfahren wollen, aber auch für Leute, die nach einer guten Geschichte suchen!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut )2 ( gut )

Titel: Im dunklen Licht der Tage
Verlag: Oetinger
Seitenzahl:320
 ISBN-13: 978-3-7891-4751-7

Preis: 15,99€

Rezension: Dave Eggers:Der Circle

Könnte so unsere Zukunft aussehen?

Mae Holland ist überglücklich. Mit Hilfe ihrer Freundin darf sie nun bei dem “Circle” arbeiten, dem angesagtesten Unternehmen der Welt. Statt Stress erwartet die Mitarbeiter in den Firmen große Pools, die besten Köche und jede Menge Konzerte von internationalen Stars, alles kostenlos versteht sich.
Nun darf sich Mae auch zu der Elite zählen, die einen Job im einflussreichsten Konzern Amerikas haben.
Mae ist beeindruckt von dem Unternehmen und schöpft ihre vielen Möglichkeiten aus. Sie will es bis ganz nach oben schaffen und merkt nicht, dass die Idee von dem “Circle”, es dürfe keine Anonymität mehr im Internet geben, immer mehr zur Realität wird…

Das besondere an “Der Circle” ist, dass ich mir durchaus vorstellen könnte, dass unsere Welt in der Zukunft einmal so aussieht. Die Gründer des Konzerns sind überzeugt, dass völlige Transparenz das beste ist, was den Menschen passieren könne. Wenn es keine Anonymität mehr gäbe, würde Cybermobbing und jegliche andere Kriminalität eingestellt werden und so wären die Menschen glücklicher. Dass die Welt dafür total überwacht werden muss und an jeder Ecke Kameras lauern, wird nicht angepriesen.
Mae entwickelt sich zu einer Vorzeigemitarbeiterin des Circles, sie postet ständig und hat keine Privatsphäre mehr. Aus der schüchternen Frau wird eine selbstbewusstere, die sich vor der Welt versteckt und nur noch wenig  Kontakt mit ihren wahren Freunden hat, dafür aber ständig vor dem Handy sitzt und der restlichen Welt zeigt, was sie gerade macht.

Zwischen Faszination über den Aufbau des Konzern und die Argumente für die Zerstörung der Privatsphäre zu Entsetzen, wie schlimm die völlige Transparenz wirklich ist, wechselten meine Gefühle.

Nach diesem Buch denkt man noch einmal ganz anders über das Internet und Seiten wie Facebook und ich kann nur hoffen, dass sich ein solches Szenario wie in der Geschichte nie einstellen wird, obwohl wir momentan ja schon eine kleine Vorstufe erleben( Über das Handy ist man auf Seiten wie Facebook, Instagram aber auch WhatsApp immer erreichbar und postet viel…).

Anmerken muss ich allerdings, dass sich die Geschichte zwar meistens flüssig lesen lassen hat, aber mir manchmal eindeutig zu viel beschrieben und sich mit zu kleinen Details aufgehalten wurde.

Und dann war Protagonistin Mae schrecklich naiv, an einer Stelle hätte nicht mehr viel gefehlt, dass ihr Vorgesetzter “Spring” sagt und sie macht es…

Nichtsdestotrotz sollte man sich mit diesem Buch unbedingt einmal beschäftigen. “Der Circle” wird sicher jedem Leser noch einmal die Augen öffnen und zeigen, wie schlimm völlige Transparenz wäre…

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut )

Titel: Der Circle
Seitenzahl:560
 ISBN-13: 978-3-462-04675-5

Preis: 22,99€

Rezension: Mindy McGinnis: Bis zum letzten Tropfen

Wenn sauberes Wasser zu einer Seltenheit geworden ist…
Geht es um Leben…
Und Tod!

Nach dem Zusammenbruch der Zivilisation und einer Choleraepidemie ist sauberes Wasser das kostbarste geworden.
Das hat Lynn von klein auf gelernt. Gemeinsam mit ihrer Mutter verteidigt sie seit Jahren ihr Haus und die wertvolle Wasserquelle dahinter. Von ihrer Mutter hat sie gelernt, wie man in der Wildnis überlebt. Oberste Regel: Vertraue niemandem!
Mittlerweile ist aus der kleinen Lynn ein sechzehnjähriges Mädchen geworden, das gelernt hat, auf jedes Zeichen, das auf einen Eindringling hindeuten könnte, sorgsam zu achten.
Und dann scheint der Ernstfall einzutreten, Mutter und Tochter entdecken unbekannte Fußspuren vor der Wasserquelle.
Und dann wird Lynns Mutter schwer verletzt und Lynn ist auf sich alleine gestellt! Sie muss sich Hilfe suchen…

Wasser ist das kostbarste in Lynns Welt, das weiß sie schon lange. Mit neun Jahren hat sie das erste mal getötet, um ihre Wasserquelle zu verteidigen. Ihre Welt ist kalt und jeder muss um das nackte überleben kämpfen.

Die Story hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Vorstellung, dass es in der Welt wenig frisches Wasser gibt, ist schrecklich, um in so einer Welt zu überleben, muss man kalt werden und vor allem gucken, wie man selbst weiter überleben kann.

Mit dieser Vorstellung ist Lynn aufgewachsen und das hat sie kalt werden lassen, zumindest scheint es anfangs so. Sie lernte früh, dass man töten muss um zu überleben und das hat sie abgehärtet.

Doch im Laufe der Geschichte habe ich sie lieb gewonnen, sie macht eigene Erfahrungen, die sie unter dem Einfluss ihrer Mutter, die in jedem Menschen etwas schlechtes sieht und unglaublich hart ist, nie machen konnte.

Gefehlt haben mir bei der Geschichte allerdings mehr Hintergrunddetails. Wie kam es dazu, dass das Wasser knapp wurde?

Doch das Buch war spannend, von der ersten bis zur letzten Seite und die Idee ist unheimlich interessant!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut ) bis 2 ( gut )

Titel: Bis zum letzten Tropfen
Verlag: Heyne 
Seitenzahl:320
 ISBN-13:978-3453268975

Preis: 14,99€

Rezension:Siobhan Curham: Shipwrecked

9 Jugendliche…
Gestrandet auf einer einsamen Insel…
Ganz alleine…
Oder etwa nicht?

Grace hat es geschafft! Zusammen mit einigen Mitschülern der Dance Academy darf sie die Sommerferien auf einem Kreuzfahrschiff im Südpazifik verbringen und dort auftreten. Die Ferien könnten nicht schöner sein, bis plötzlich ein Unwetter aufzieht und das Schiff zum Kentern bringt. Zusammen mit dem Bootsführer kann sich die Tanzcrew auf eine einsame Insel retten…
Und schon bald gibt es Ärger unter den Jugendlichen und die Gruppe spaltet sich!
Und zu allem Überfluss sind sie nicht so alleine auf der Insel, wie sie anfangs dachten…

Zusammen mit ihrer besten Freundin Jenna und ihrem Freund Todd konnte sich Grace einen tollen Job in den Sommerferien ergattern…Während andere Zeitungen austragen, darf sie mitten im Südpazifik tanzen.
Doch der Sommertraum entwickelt sich schnell zum Albtraum, als die Crew kentert und alle sich nur noch streiten. Und dann hat Grace das Gefühl, beobachtet und verfolgt zu werden… Und plötzlich geschehen auf der Insel mysteriöse Ereignisse!

Grace ist in der Gruppe eine friedliche, streitschlichtende Person, die zwar nicht schüchtern ist, sich aber lieber aus den Streitigkeiten heraushält.
Ganz im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Jenna, die sich auf der Insel zu einer richtigen Zicke entwickelt.
Empfindlich und oberflächlich stellt sie ihre Freundschaft ganz schön auf die Probe und besonders sie ist ein Grund, warum sich die Gruppe spaltet.

Mit Tedd, Graces Freund, stimmt die Chemie auch nicht mehr, dagegen freundet sie sich mit dem Bootsführer Cruz an, der zwar kein Englisch spricht, aber dafür um so mehr auf einer Wellenlänge mit Grace ist.

Die Tanzcrew ist ein buntgemischter Haufen, während die eine in jedem Menschen etwas gutes sieht, ist die andere sehr oberflächlich, während der eine sich lieber amüsiert, lernt die andere lieber…

“Shipwrecked” ist ein sehr spannendes Buch, mit den ein oder anderen mystischen Elementen, welches aber auch romantische und lustige Parts bereithält.
Die Geschichte liest sich sehr flüssig und schnell und konnte mich total mitreißen.
Und nach diesem Ende fiebere ich gespannt Teil 2 entgegen, welcher 2015 erscheint…

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut )

Titel: Shipwrecked
Verlag: Planet girl
Seitenzahl:304
 ISBN-13: 9783522503969

Preis: 12,99€

Rezension: Malcolm McNeill: Der Wald der träumenden Geschichten

Auf der Suche nach seinen Eltern…
Gejagt von Dem Verschwinden…
Macht ein kleiner Junge viele Entdeckungen…

Bevor Das Verschwinden kam, ging die Welt ihren normalen Gang. Doch dann verschwanden immer mehr Leute- allerdings nur Erwachsene. Diese verschwanden urplötzlich, zurück blieb nur ein Haufen Kleidung.
Keiner ist vor Dem Verschwinden sicher und auch die besten Wissenschaftlern finden keine Lösung oder ein Heilmittel.
Das Leben des kleinen Waisenjungen Max ist bei seinen netten Adoptiveltern toll. Als Baby wurde der Junge in einer Buchhandlung gefunden und anschließend in ein Waisenhaus gebracht, doch niemand wollte den hässlichen Jungen mit den spindeldürren Fingern, den durchdringenden Augen und den rasiermesserscharfen Zähnen adoptieren. Niemand, bis auf ein Paar, das ihn dann adoptiert hat.
Als seine Adoptiveltern von Dem Verschwinden heimgesucht werden, bricht Max alleine auf, um seine “Immerwährende” Eltern, seine echten Eltern zu finden, denn er ist überzeugt, dass sie noch leben.
Er macht sich auf den Weg zu Dem Wald Des Anfangs, dort erwartet er sich Antworten…

Nach den ersten Seiten des Buches tauchten in meinem Kopf schon viele Fragen auf. Wer ist für Das Verschwinden verantwortlich? Was ist mit Max los? Und so las ich gespannt weiter.

Der Schreibstil erinnerte mich an ein Märchen, ungewöhnlich und anders- und so war auch die Geschichte!

Der kleine Junge Max ist ein außergewöhnliches Kind, er träumt gerne, liest viel und denkt nach. Abgesehen von seinen Adoptiveltern mag den Jungen keiner. Dann macht er sich auf die Suche nach seinen wahren Eltern und die Spur führt zu Dem Wald Des Anfangs.

Bis zu diesem Punkt hatte ich zwar viele Fragen, doch die Geschichte hat mich fast pausenlos gefesselt.
Doch ab dem Punkt, wo Der Wald Des Anfangs ins Spiel kommt, war ich durchgehend nur noch verwirrt.
Die Geschichte hat sich nicht nur unheimlich gezogen, sondern ich fand keinen roten Faden mehr.

Die Fantasie des Autors, die ich Anfangs noch bewunderte, wurde mir zu viel und ich hatte nur noch wenig Durchblick- und um das letzte bisschen zu bewahren, musste ich mich ständig anstrengen, wirklich jedes Stück zu lesen.

Gefallen haben mir allerdings die philosophischen Einwürfe in der Geschichte!

Der Wald der träumenden Geschichten ist ein außergewöhnliches Buch mit sehr wenig Spannung, dafür aber mit philosophischen Einwürfen und viel Fantasie. Für mich wurde es ab dem 1. Drittel eindeutig zu viel, die Geschichte hat mich nur noch verwirrt und den roten Faden habe ich auch nicht gefunden…

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 3 ( befriedigend ) bis 4 ( ausreichend)

Titel: Der Wald der träumenden Geschichten
Verlag: Fischer KJB
Seitenzahl:534
 ISBN-13: 978-3-596-85670-1

Preis: 16,99€

Rezension: Rowan Coleman: Einfach unvergesslich

Wie fühlt man sich, wenn man den Namen der Tochter vergessen hat?
Wie fühlt man sich, wenn man weiß, dass man bald viel mehr vergessen wird?
Wie fühlt man sich, wenn Demenz diagnostiziert wurde?

Claire vergisst neuerdings viele Dinge. Den Namen ihrer Tochter, sich vor dem Rausgehen anzuziehen oder die Nummer des Hauses, in dem sie wohnt. Nicht vergessen hat sie allerdings, dass bei ihr vor kurzem Demenz diagnostiziert wurde. Jetzt ist Eile geboten! Sie schreibt ihre Gedanken und Erlebnisse in einem Buch auf und hat eine lange Liste mit vielen Dingen, die sie noch erledigen will, wie sich neu zu verlieben, sich mit der Tochter aussprechen…
Doch der Alltagswahnsinn geht unaufhaltsam weiter!

Claire ist 40 Jahre und hat frühmanifestierte Alzheimer-Demenz. Wie stark die Demenz fortgeschritten ist oder wie schnell sie vergessen wird, das kann keiner sagen. So lebt Claires Familie im Ungewissen und bangt jeden Tag aufs neue, dass die Mutter sie noch erkennt.
Besonders schlimm hat es Familienvater und Ehemann Greg getroffen: Claire kann keine Liebe mehr zu ihm spüren und erkennt ihn oft nicht mehr…

Für Claire ist die Demenz unheimlich schlimm. Sie ist sehr intelligent und war sehr selbständig, nie gebunden an andere Personen, doch nun musste wieder ihre Mutter Ruth einziehen, um der Familie bei alltäglichen Sachen zu helfen. Denn Greg arbeitet und die kleine Esther muss versorgt werden…

Die Geschichte wird die Meiste Zeit von Claire erzählt, die sich mit der Tatsache, dass sie bald fast alles vergessen wird, abfinden muss und sich oft fragt, warum es sie getroffen hat.
Auch die erwachsene Tochter Caitlin erzählt von der Situation, sowie Greg und Großmutter Ruth.

Um die Familie und Claire besser kennenzulernen, sind in dem Buch verschiedene Ausschnitte des Erinnerungsbuches, das die Familie angefertigt hat um so Claires Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, abgedruckt, so erlebt man als Leser auch romantische und lustige Momente.

“Einfach unvergesslich” zeigt klar, wie schlimm das Leben mit Demenz ist. Nicht nur für die Umstehenden, sondern auch für die Person selbst. Auch wenn dem Leser klar gezeigt wird, dass die Krankheit schlimm ist, ist die Geschichte keineswegs erdrückend dunkel oder zu “schwer”, sondern es gibt immer wieder Stellen, die die Geschichte auflockern.

Gewünscht hätte ich mir an manchen Stellen mehr Spannung, sodass sich das Bedürfnis, unbedingt weiterzulesen, durchgehend eingestellt hätte.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut ) bis 2 ( gut )

Titel: Einfach unvergesslich
Verlag: Piper
Seitenzahl:416
 ISBN-13:978-3-492-96764-8

Preis: 14,99€

Rezension: Lara DeSimone: Linkshänderland- Der Auftrag

Zwischen zwei Leben…

Zwischen der virtuellen und der echten Welt…

Trix ist 13 Jahre alt und volljährig-zumindest in ihrem Leben im Linkshänderland.
Trix führt zwei Leben, einmal auf der “normalen” Erde und einmal im Linkshänderland, einer virtuellen Welt, in der nur Linkshänder zutritt haben.

Trix soll im LHL nun eine Ausbildung zur Spionin anfangen und zusammen mit ihrem 16-jährigen Mentor Liam macht sie sich bald auf zum ersten Auftrag: Die Rebellen des LHL’s beschatten.
Doch diese sind gefährlicher als gedacht und schon bald stecken Trix und Liam tiefer in der Sache drin, als gedacht.
Und dann müssen sie ja auch noch ihr Leben auf der Erde regeln….

Über Mikrochips in Trix Gehirn kann sie sich im Linkshänderland(LHL) ein- und ausloggen, dafür muss sie nur fest daran denken, das LHL zu erreichen und schon fällt sie in einen tiefen Schlaf und steuert per Gedanken ihren Avatar, doch nicht nur bei Trix ist dies so, sondern bei jedem Linkshänder.

Eine virtuelle Welt? Nur für Linkshänder? Und eine geheime Organisation, die das LHL bedroht? Als ich das las, war ich sofort Feuer und Flamme!
Leider konnte mich die Umsetzung nur bedingt überzeugen.

Die Welt des Linkshänderlands ist toll aufgebaut und wirkte sehr lebendig, alles hatte seinen Sinn und Zweck, die außergewöhnlichen Jobs waren aufregend und so konnte mich das LHL begeistern.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und durch die vielen Wechsel kam ich ziemlich durcheinander.

Überhaupt konnte mich das Buch leider gar nicht fesseln, ich habe mich gezwungen weiter zu lesen und mich dabei ertappt, wie ich die Seiten nur noch überflog, das Verlangen zu wissen, wie es weitergeht, hat sich bei mir leider nicht eingestellt.

Trix und Liam hingegen haben mir gut gefallen, die beiden sind fast so wie Geschwister und beide sympathisch!

Alles in allem muss ich sagen, dass mich Linkshänderland nicht überzeugen konnte. Das lag hauptsächlich daran, dass mich die Geschichte gar nicht packen konnte und mich durch die vielen Handlungsstränge auch sehr verwirrte…. Schade!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 4 ( ausreichend)

Titel: Linkshänderland-Der Auftrag
Verlag: Baumhaus
Seitenzahl:352
 ISBN-13:9783833901171

Preis: 12,99€

Rezension: Courtney Cole: If you Stay-Füreinander bestimmt


Mila hat bei einem Unfall ihre Eltern verloren und leitet seit dem mit ihrer Schwester das Familienrestaurant. Mila führt außerdem noch ihren eigenen Laden und ist Künstlerin.
Pax kommt aus einer reichen Familie, doch auch seine Mutter ist bei einem schlimmen Erlebnis gestorben. Um sich der Welt zu entziehen sucht Pax die Gesellschaft von Frauen und nimmt Drogen.
Als Mila am Michigansee Bilder machen will, sieht sie Pax teilnahmslos in seinem Auto liegen. Mila ruft einen Krankenwagen und kriegt Pax nicht mehr aus dem Kopf.
Diesem fallen beinahe die Augen aus, als Mila Ihn am Krankenbett besucht. Pax will Mila wieder sehen und trifft sie in ihrem Restaurant.
Und dann muss sich Mila entscheiden, zwischen Vernunft und Liebe.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Pax und Mila erzählt.
Mila ist eine bodenständige und warmherzige, doch auch sehr ängstliche Frau.
Pax hingegen der typische Bad-Boy.
Klingt erstmal ziemlich klischeehaft. Das war es für mich am Anfang auch, doch mit der Geschichte entwickeln sich auch die Charaktere, von den 0815-Hauptpersonen zu interessanten Protagonisten.
Mila weiß, dass Pax nicht gut für sie ist und hält sich von ihm fern, doch trotzdem laufen sich die zwei oft über den Weg und Mila fängt an nachzudenken.
Pax hat eine dunkle Vergangenheit vor der er sich versteckt, mit Hilfe von Drogen und Alkohol.
Trotzdem holt ihn seine Vergangenheit ständig in seinen Träumen ein.
Glück für Ihn, dass er wenigstens einen Vater hat, der ihn finanziert.
Doch seit Pax auf Mila getroffen ist, sieht er in seinem Leben endlich wieder einen Sinn und er bemüht sich, sich zu ändern, auch wenn er, wie Pax findet, viel zu schlecht für Mila ist.
Doch dann übermannt Pax Vergangenheit ihn immer und immer wieder und das dunkle Geheimnis kommt langsam ans Licht.
Ich habe auf jeder weiteren Seite gemerkt wie verzweifelt Pax ist und das hat die Geschichte für mich viel realer gemacht.
Außerdem gut fande ich, dass in diesem New Adult Buch der Mann Probleme hat, nicht immer nur die Frau.
 Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen und durch die Bildhaften Beschreibungen konnte ich mir vieles sehr gut vorstellen.
Mila und Pax habe ich nach dem Anfang doch schnell ins Herz geschlossen und mit ihnen mitgefiebert.
Das Ende des Buches ist in sich abgeschlossen.
Im 2. Teil der Reihe geht es um Milas Schwester Madison.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 3 ( befriedigend)



Deutscher Titel: If you stay-Füreinander bestimmt
Verlag: Knaur Verlag
Seitenzahl: 320
ISBN-13: 978-3426515273
 Preis: 8,99€

Rezension: Nina Vogt-Østli: Der Tag wird kommen

Hans Petter, der schon immer alleine mit seiner Mutter lebte, geht in die 8. Klasse und wird seit der Grundschule täglich von seinem Mitschüler Andreas und dessen Anhängern gemobbt.
Hans Petter hat Strategien entwickelt, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, außerdem macht er nur das nötigste für die Schule( sprich gar nichts ),obwohl er hochbegabt ist.
Nachdem er wieder einmal von Andreas geprügelt wurde, beschließt er zu überlegen, wie er sich gegen Andreas und seine Anhänger wehren kann.
Eines Tages lernt Hans über das Internet die ihm sehr sympathische Fera kennen.
Fera ist aus der Zukunft, und sie weiß etwas Schreckliches über Hans….



Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Hans Petter.
Das Buch lässt sich sehr schnell durchlesen und die Chatprotokolle lockern es.
Mobbing ist auch heute ein sehr aktuelles Thema und die Geschichte lesen wir aus der Sicht eines Opfers, denn Hans Petters Leben wird von der Angst vor Andreas geprägt.
Hinzu kommen eine „simpel gestrickte Mutter“, sein Vater, der wenig Zeit hat und der überengagierte Vertrauenslehrer…
Die Handlung wendet sich zum Ende hin sehr überraschend.
Wird ein Mensch böse geboren? Was für einen Einfluss spielt das Soziale Umfeld? Kann ein Opfer zum Täter werden?
Diese Fragen werden im Buch immer und immer wieder gestellt.
„Der Tag wird kommen“ war für mich ein sehr gutes Buch mit aktuellem Thema.
Die Botschaft letztendlich: „ Deine Zukunft hast du selbst in der Hand“.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1


Deutscher Titel: Der Tag wird kommen
Verlag: Coppenrath
Seitenzahl: 240
ISBN-13: 978-3649613862
Preis:14,95€

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