Hörbuchrezension: Kiera Cass: Selection

35 Mädchen…
Eine Krone…
Die Chance ihres Lebens!

35 perfekte Mädchen kämpfen um die Krone und die Hand von Prinz Maxon. Er ist der Thronfolger Illéas und sucht eine Prinzessin an seiner Seite. Für America, die aus einer der niederen Kasten kommt, ist das Casting die Chance, ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zuhause wartet ihr große Liebe, Aspen, auf sie und America muss sich zwischen ihrem Bauchgefühl und dem großen Druck des Castings und der Gesellschaft entscheiden…

“Selection” spielt in der Zukunft, die sozialen Schichten sind in Kasten eingeteilt. America und ihre Familie gehören Kaste 5 an und müssen um ihr tägliches Brot kämpfen. Als das Casting ansteht, bei dem Prinz Maxon seine zukünftige Frau finden will, wird America gedrängt, daran teilzunehmen. Denn-egal, ob sie gewinnt oder nicht-wird ihre Familie aufsteigen und sich nicht mehr sorgen müssen, kein Geld zu haben.
Doch America will Maxon eigentlich gar nicht, denn Aspen ist ihre große Liebe… Und dann wird America als eine von 35 Mädchen ausgewählt und das Casting startet…

Wenn 35 hübsche Mädchen auf einem Haufen, in der Öffentlichkeit und unter dem großen Druck des Castings sich um einen Prinzen reißen, gibt es Intrigen, Gezicke und wenig Harmonie. Doch “Selection” zeigt auch das unterschiedliche Leben in den verschiedenen Kasten. Während Prinz Maxon nie etwas davon mitbekommen hat, wie schlecht es den Leuten in Kaste 5,6 und 7 geht, musste America dies am eigenen Leib spüren und während des Castings erzählt sie Maxon davon und macht ihm begreiflich, dass nicht jeder mit viel Geld in der Tasche geboren wurde. Während des Castings sieht man die Unterschiede ganz deutlich, jeder der Mädchen stammt aus unterschiedlichen Kasten und die Mädchen aus den niedrigen Kasten verhalten sich meist ganz anders, als die aus den höheren.

Friederike Wolters, die dieses Hörbuch spricht, hat eine dunklere Stimme,als ich sie mir bei America vorgestellt hatte, doch trotzdem konnte man das Hörbuch gut anhören, an manchen Stellen waren die Sätze ein bisschen zu langsam gesprochen und ich hätte mir ein wenig mehr Lebhaftigkeit gewünscht, doch diese Stellen hielten sich in Grenzen.

America ist eine sehr sympathische Frau, die nett, aber bestimmt ist und sich von den meisten Kandidaten sehr abhebt. Seit ihr eigentlich auf Maxons-, oder auf Aspens Seite? Ich finde Maxon ja sympathischer!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  2(gut)

Titel: Selection
Verlag: Jumbo
ISBN-13: 978-3833733697

Preis: 19,99€

Rezension: George R.R. Martin: Wildcards-Das Spiel der Spiele

Wenn viel Geld lockt…
Vergisst der Held schon einmal…
Was wahrer Heldentum ist!

Nach dem 2. Weltkrieg breitet sich in unserer Welt das Wild-Card-Virus aus. Während die einen daran sterben, verwandeln sich die Körper der anderen und wieder andere haben das Glück, mit außergewöhnlichen Kräften gesegnet zu werden. Die neue Casting Show im Fernsehen soll klären, wer von den Menschen mit außergewöhnlichen Kräften Americans Superhero wird. Etwa Jonathan, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann? Oder bringt das Beschwören einer undurchdringlichen Rüstung, wie Lohengrin es kann, mehr Punkte? Viel Geld und Ruhm lockt, da vergessen die Helden schnell, was wahrer Heldenmut ist.
Die angespannte Lage in Ägypten interessiert unterdessen keinen, dabei werden Helden hier dringend gebraucht!

Wild Cards ist ein Projekt von vielen Autoren, unter anderem von George R.R. Martin, den man von der “Das Lied von Eis und Feuer-Reihe” kennt. Die Autoren haben sich beim Schreiben abgewechselt, jeder Autor hat zwar seinen eigenen Schreibstil, doch sie ließen sich alle gut und flüssig lesen.

Die Geschichte wird von unterschiedlichen Helden, die bei der Castingshow mitmachen, erzählt. So habe ich einen guten Eindruck vom Geschehen bekommen, doch die vielen Namen verwirrten mich besonders am Anfang sehr.

Gleich auf den ersten Seiten erfuhr ich erst einmal etwas über das Wild-Card-Virus und die Veränderungen der Welt, so wusste ich gleich bescheid und konnte gut mit dem Buch starten.

Die vielen verschiedenen Charaktere ( arm-reich, klug-unklug,schüchtern-selbstbewusst…)sorgten immer für viel  Geschehen und so war ich pausenlos gefesselt an die Geschichte.

Nach der 1. Hälfte änderte sich dies leider, denn nun drängte sich der Bürgerkrieg in Ägypten in den Vordergrund. Schon am Anfang tauchte das Thema “Ägypten” auf, doch immer nur in einzelnen Szenen. Dann ändert sich dies urplötzlich, das ging mir eindeutig zu schnell! Die Situation in Ägypten hat mich grundsätzlich interessiert, die Geschichte geht tiefer und es tauchen gesellschaftskritische Elemente auf, doch diese Szenen konnten mich nicht packen und es hat sich sehr gezogen.

“Wildcards” war für mich ein nettes, gutes Buch, was Potenzial für die 1 gehabt hätte, doch nach der 2. Hälfte vergebe ich nun…

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 3 ( befriedigend)

Titel: Wildcards-Das Spiel der Spiele
Verlag: penhaligon
Seitenzahl:544
 ISBN-13: 978-3764531270

Preis: 15,00€

Rezension: Mindy McGinnis: Bis zum letzten Tropfen

Wenn sauberes Wasser zu einer Seltenheit geworden ist…
Geht es um Leben…
Und Tod!

Nach dem Zusammenbruch der Zivilisation und einer Choleraepidemie ist sauberes Wasser das kostbarste geworden.
Das hat Lynn von klein auf gelernt. Gemeinsam mit ihrer Mutter verteidigt sie seit Jahren ihr Haus und die wertvolle Wasserquelle dahinter. Von ihrer Mutter hat sie gelernt, wie man in der Wildnis überlebt. Oberste Regel: Vertraue niemandem!
Mittlerweile ist aus der kleinen Lynn ein sechzehnjähriges Mädchen geworden, das gelernt hat, auf jedes Zeichen, das auf einen Eindringling hindeuten könnte, sorgsam zu achten.
Und dann scheint der Ernstfall einzutreten, Mutter und Tochter entdecken unbekannte Fußspuren vor der Wasserquelle.
Und dann wird Lynns Mutter schwer verletzt und Lynn ist auf sich alleine gestellt! Sie muss sich Hilfe suchen…

Wasser ist das kostbarste in Lynns Welt, das weiß sie schon lange. Mit neun Jahren hat sie das erste mal getötet, um ihre Wasserquelle zu verteidigen. Ihre Welt ist kalt und jeder muss um das nackte überleben kämpfen.

Die Story hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Vorstellung, dass es in der Welt wenig frisches Wasser gibt, ist schrecklich, um in so einer Welt zu überleben, muss man kalt werden und vor allem gucken, wie man selbst weiter überleben kann.

Mit dieser Vorstellung ist Lynn aufgewachsen und das hat sie kalt werden lassen, zumindest scheint es anfangs so. Sie lernte früh, dass man töten muss um zu überleben und das hat sie abgehärtet.

Doch im Laufe der Geschichte habe ich sie lieb gewonnen, sie macht eigene Erfahrungen, die sie unter dem Einfluss ihrer Mutter, die in jedem Menschen etwas schlechtes sieht und unglaublich hart ist, nie machen konnte.

Gefehlt haben mir bei der Geschichte allerdings mehr Hintergrunddetails. Wie kam es dazu, dass das Wasser knapp wurde?

Doch das Buch war spannend, von der ersten bis zur letzten Seite und die Idee ist unheimlich interessant!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 1 ( sehr gut ) bis 2 ( gut )

Titel: Bis zum letzten Tropfen
Verlag: Heyne 
Seitenzahl:320
 ISBN-13:978-3453268975

Preis: 14,99€