Rezension: Libba Bray: The Diviners-Aller Anfang ist böse

Eine Berührung…
Und sie kennt deine dunkelsten Geheimnisse….
Sie ist ein Diviner…

1926: Evie ist 17 Jahre alt und hat eine besondere Gabe.Mit einer Berührung kann Evie allen Gegenständen die dunkelsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Noch weiß niemand davon, doch auf einer Party präsentiert sie ihr Können, alles gerät aus den Fugen und schon bald muss sie Ohio verlassen und reist zu ihrem Onkel nach New York. Ein Traum erfüllt sich, Evie genießt ihr freies Leben. Doch dann erschüttern Ritualmorde die Stadt und Evies Onkel, der Direktor des Museums für Aberglauben und Okkultes ist, wird gebeten, bei den Ermittlungen zu helfen. Diese Chance lässt sich Evie nicht entgehen und sie forscht mit, doch sie weiß nicht, wie schlimm der Verbrecher wirklich ist…

“The Diviners” ist der erste Band einer Tetralogie und ich habe mich unglaublich auf diese Geschichte gefreut, da ich Libba Bray auch auf der Frankfurter Buchmesse( Post HIER) treffen durfte. Zugegeben, 700 Seiten sind nicht wenig, doch das Lesen lohnt sich!

Zunächst einmal begegnet uns die 17-jährige Evie, die vorallem Party im Kopf hat. Sie ist ein wenig selbstverliebt und guckt vorallem auf ihren eigenen Vorteil, trotzdem ist sie auch intelligent und aufgeweckt und, obwohl sie nicht die sympathischste Protagonistin ist, kam ich gut mit ihr zurecht.

Neben Evie taucheen noch eine ganze Menge andere Charaktere, mal mehr und mal weniger sympathisch, auf und so kam ich manchmal mit dem Zuordnen durcheinander.

Libba Bray hat sich viel Mühe mit den Beschreibungen gegeben und viel recherchiert, was man stark merkt. Das New York der 20er Jahre ist toll beschrieben und die gruselige Atmosphäre war durchgängig vorhanden, die meiste Zeit war die Geschichte sehr spannend und ich habe an den Seiten geklebt, doch seltener kamen auch andere Stellen vor, die mich leider nicht ganz so fesseln konnten und ich so nicht immer gespannt weitergelesen habe.

Auch hätte ich gerne noch mehr über die Diviners erfahren, doch hier hoffe ich auf den 2. Teil.

Trotz der Kritikpunkte ist der Reihenauftakt “The Diviners-Aller Anfang ist böse” definitiv ein lesenswertes Buch mit viel Spannung, Gruselmomenten und einer tollen Atmosphäre!

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten: 2 ( gut)

Titel: The Diviners- Aller Anfang ist böse
Verlag: DTV
Seitenzahl:704
 ISBN-13:978-3-423-76096-6

Preis: 19,95€

Rezension: Kai Aline Hula: Windmädchen

Was machst du…
Wenn dich plötzlich…
Keiner sehen kann?!

Die 16-jährige Kira wacht eines Morgens auf und stellt fest, dass niemand sie mehr sehen und hören kann. Sie selbst kann nichts bewegen, hat keine Kraft mehr und ist völlig hilflos. Während sie verzweifelt versucht, ihre Eltern auf sich aufmerksam zu machen, schalten diese schon die Polizei ein. Dann trifft sie auf Ilian, dem es genauso geht wie ihr, und die beiden versuchen verzweifelt, wieder normal zu werden, doch das ist nicht leicht!

Als ich den Klappentext des Buches las und mich vom Schönen Cover verzaubern ließ, war ich mir sicher, dass dieses Buch ein Highlight werden würde, doch schnell musste ich feststellen, dass die Geschichte ganz anders ist, als Anfangs gedacht.
Wirklich tiefgründig ist die Geschichte nicht, was schade ist, da das Potenzial durchaus dagewesen ist.

Der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen, sodass man durch die Geschichte “durchrutschen” konnte.

Wirklich Spannung kam dabei leider selten auf, der Anfang war gut, in der langen Mitte hat es sich oft sehr gezogen, das Ende hingegen hat mir recht gut gefallen.

Über Kira hätte ich gerne noch mehr erfahren, sie blieb etwas blass und sie war nicht wirklich besonders, das gewisse etwas hat mir gefehlt, um mich noch länger an sie erinnern zu können.

Insgesamt war die Idee wirklich gut und neu, weswegen ich das Buch auch lesen wollte, doch richtig begeistern konnte die Geschichte mich nicht- eine Geschichte für zwischendurch, aber nichts mit viel Tiefgang…

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  3 ( befriedigend) bis 4(ausreichend)

Titel: Windmädchen
Verlag: Obelisk

Seitenzahl: 224

ISBN-13: 978385197 746 2

Preis: 14,95€

Rezension:Claire Legrand: Das Haus der verschwundenen Kinder

Geordnet und vorhersehbar ist das Leben in Belleville…
Doch hinter der Fassade…
Verbirgt sich ein düsteres Geheimnis!

Victoria Wright ist zwölf Jahre, organisiert, ordentlich und hat fabelhafte Noten. Sie passt genau in die Kleinstadt Belleville, die genauso perfekt und vorhersehbar ist, wie sie selbst. Genau das Gegenteil von Victoria ist Lawrence, ihr bester Freund. Der verträumte Junge fällt auf und passt so gar nicht in das Leben von Victoria. Doch dann verschwindet er und Victoria stellt ihr Leben auf den Kopf um ihn zu suchen. Schließlich stößt sie auf das mysteriöse Waisenhaus von Mrs. Cavendish, welches rebellische Kinder aufnimmt und sie nach ein paar Wochen,Monaten oder Jahren wieder zurückschickt. Die Kinder, die zurückkommen sind brav, still und perfekt für das Leben in Belleville, doch manche Kinder kommen gar nicht zurück…
Victoria forscht nach und begibt sich bald selbst in große Gefahr!

Wer in Belleville nicht perfekt ist, verschwindet, das weiß jeder in der Stadt. Victoria ist eine Vorzeigetochter, wissbegierig, strebsam und ordentlich, doch als ihr Freund Lawrence verschwindet, forscht sie nach…

Die Protagonistin Victoria war mir vorallem anfangs wenig sympathisch. Sie will die Beste sein, in allem. Victoria wirkt schnell arrogant, sie ist ein selbstbewusstes, kleinkariertes Mädchen, welches keine Fehler duldet. Anders als die meisten Protagonisten ist sie sehr überzeugt von sich und ist sich ihrer zahlreichen Stärken bewusst. So kam sie mir schnell einmal hochnäsig vor und auch im weiteren Verlauf der Geschichte wurde ich mit ihr nicht wirklich warm.

Der Schreibstil von Legrand ist recht einfach und schnell zu lesen, die Spannung steigert sich von Seite zur Seite.

Schnell merkte ich, dass mit der Stadt Belleville etwas nicht stimmt und, dass Mrs. Cavendish, der das Waisenhaus gehört, durchaus ihren Teil dazu beiträgt. Nun nahmen die Gruselmomente zu und eine düstere Atmosphäre baute sich auf.

Stellenweise schüttelte es mich beim Lesen, weil nicht alle Szenen angenehm waren.

Gegen Ende wurden immer mehr fantastische Elemente eingebaut und ganz logisch erschien mir einiges nicht, doch spannend blieb es.

“Das Haus der verschwundenen Kinder”  ist eine Geschichte mit Gruselfaktor, an der mir nicht alles gefiel und die Protagonistin nicht sehr sympathisch war, doch trotzdem hat mich das Buch fast durchgängig gefesselt.

Ich gebe dem Buch diese Bewertung in Schulnoten:  3 ( befriedigend)

Titel: Das Haus der verschwundenen Kinder
Verlag: Heyne
Seitenzahl:320
 ISBN-13:978-3-453-26778-7

Preis: 14,99€